Während in den USA die Berichtssaison bereits auf Hochtouren läuft, standen hierzulande zuletzt vor allem die großen Konzerne aus dem DAX und MDAX im Fokus. Doch auch in der dritten Reihe haben bereits einige Unternehmen ihre Bücher geöffnet und erste Ergebnisse für das 1. Quartal präsentiert.
Sto schüttet konstant aus; (B+):
Das Geschäftsjahr 2025 schloss der Dämmstoff- und Farbenhersteller mit einem Umsatzrückgang auf 1,59 (1,61) Mrd. € ab. Das Ebit konnte dennoch auf 64,4 (58,8) Mio. € gesteigert werden. Auch nach Steuern verdiente Sto mit 39,2 (37,6) Mio. € mehr. Der HV am 18. Juni soll eine stabile Ausschüttung von 3,25 € je St.- und 3,31 € je Vz.-Aktie vorgeschlagen werden. Diese beinhaltet jeweils 3,00 € Sonderdividende. Für 2026 rechnet der Vorstand mit Erlösen in Höhe von 1,62 Mrd. €. Das Ebit soll zwischen 56 und 75 Mio. € landen.
Takkt sieht rot; (B):
Negative Wechselkurseffekte sowie eine schwache Nachfrage haben dem Büromöbelhändler im Auftaktquartal 2026 einen Umsatzrückgang auf 225,7 (251,5) Mio. € eingebrockt. Das Ebitda brach auf 4,4 (11,2) Mio. € ein und unterm Strich krachte das Unternehmen mit –5,0 Mio. € sogar in die Verlustzone. Im Vergleichszeitraum stand noch ein Gewinn in Höhe von 1,3
Mio. € in den Büchern. Trotz des schwachen Jahresstarts rechnet der Vorstand weiterhin für 2026 mit einer organischen Umsatzentwicklung zwischen –7 und +3 %, nach 964,3 Mio. € im Vorjahr. Die bereinigte Ebitda-Marge soll sich zwischen 2 und 5 (3,8) % einfinden.
LPKF Laser weitet Verlust aus; (B–):
Zwar sammelte der Laserspezialist mit 24,1 (20,5) Mio. € mehr Aufträge ein, ein schwaches Solargeschäft drückte den Umsatz jedoch auf 17,1 (25,3) Mio. €. Der Ebit-Verlust wurde auf –7,2 (–4,5) Mio. € ausgeweitet. Auch der Periodenverlust fiel mit –7,4 (–4,3) Mio. € höher aus. Für 2026 rechnet der Vorstand mit Erlösen zwischen 105,0 und 120,0 (115,3) Mio. €. Die bereinigte Ebit-Marge soll sich zwischen –3,0 und +4,5 (0,0) % einfinden.
Nabaltec hält Dividende stabil; (B+):
Das vergangene Geschäftsjahr beendete der Spezialchemieanbieter mit einem Umsatzrückgang auf 197,0 (203,6) Mio. €. Das Ebit gab auf 15,2 (22,3) Mio. € und der Nettogewinn auf 9,7 (14,3) Mio. € nach. Trotz des Gewinneinbruchs soll der HV am 24. Juni eine konstante Dividende von 0,29 € je Aktie vorgeschlagen werden. Für das laufende Jahr wird ein Erlösewachstum zwischen 4 und 6 % in Aussicht gestellt. Die Ebit-Marge dürfte jedoch auf 5,0 bis 7,0 (7,7) % nachgeben. Vorläufigen Berechnungen zufolge setzte der Konzern in den ersten 3 Monaten mit 53,0 (54,7) Mio. € weniger um (Bericht:
21. Mai). Das Ebit verlor auf 2,7 (4,1) Mio. €.
Indus Holding hebt Ausblick an; (B+):
Eine starke Entwicklung im Segment Materials Solutions mit einem extremen Preisanstieg bei Wolframcarbid lässt das Management der Beteiligungsholding zuversichtlicher auf das Geschäftsjahr blicken. Ersten Berechnungen zufolge kletterte der Umsatz auf 441,6 (402,4) Mio. €. Das bereinigte Ebita sprang derweil auf 42,5 Mio. € an, nach 24,9 Mio. € im Vorjahr. Der vollständige Bericht ist für den 12. Mai angekündigt. Für 2026 wird nun mit Erlösen zwischen 1,85 und 2,05 (bisher: 1,80–1,95) Mrd. € gerechnet. Das bereinigte Ebita soll zwischen 160 und 190 (zuvor: 150–170) Mio. € landen.
Douglas passt Prognose an; (B):
Unter anderem Wertminderungen haben bei der Parfumeriekette im 2. Quartal für einen hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Mio.-€-Verlust gesorgt (Bericht: 12. Mai). Aufgrund dessen hat der Konzern seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende September) angepasst. Beim Umsatz wird nun das untere Ende der in Aussicht gestellten Spanne von 4,65 bis 4,80 (4,58) Mrd. € anvisiert. Die bereinigte Ebitda-Marge soll sich nun statt bei 16,5 bei 16,0 (Vj.: 16,8) % einfinden.
Hugo Boss bekräftigt Ziele; (B+):
Unter anderem die Entwicklung im Nahen Osten hat dem Unternehmen in den ersten 3 Monaten einen Umsatzrückganag auf 905 (999) Mio. € eingebrockt. Das Ebit brach auf 35 (61) Mio. € und der Konzerngewinn auf 18 (37) Mio. € ein. Für 2026 erwartet das Management weiterhin einen währungsbereinigten Erlöserückgang im mittleren bis hohen einstelligen Bereich, nach 4,3 Mrd. € in 2025. Das Ebit wird in einer Spanne von 300 bis 350 (391) Mio. € anvisiert.
Fraport Abschreibungen belasten; (B+):
Mit einem Umsatzwachstum auf 882,1 (868,5) Mio. € beendet der Flughafenbetreiber das 1. Quartal 2026. Das Ebit kletterte dabei auf 56,3 (52,1) Mio. €. Abschreibungen im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Terminals in Lima sowie ein schlechteres Zinsergebnis drückten den Konzern unterm Strich mit –33,1 (–26,4) Mio. € jedoch tiefer in die roten Zahlen. Die Guidance für das laufende Jahr wurde dennoch nochmals bestätigt (vgl. ES 12/26).