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Neuigkeiten vom heimischen Börsenparkett

Langsam aber sicher kommt die Berichtssaison auch in der zweiten und dritten Reihe in Fahrt, wenn auch vorerst “nur” mit vorläufigen Ergebnissen. Aber einige Unternehmen hatten bereits positive Mitteilungen im Gepäck und wagten bereits einen Blick auf das laufende Jahr. Auch zuletzt öffneten einige Gesellschaften ihre Bücher. 

flatexDEGIRO schüttet mehr aus; (B+):

Dank gut laufender Geschäfte will der Onlinebroker für das abgelaufene Jahr eine höhere Dividende ausschütten. Ersten Berechnungen zufolge übertraf der Umsatz in 2025 mit 560 (480) Mio. € die ausgegebene Prognose von 530 bis 550 Mio. €. Mit einem Konzernergebnis von 160 (112) Mio. € wurde indes das obere Ende der in Aussicht gestellten Spanne von 150 bis 160 Mio. € erreicht. Für den 26. März sind zwar erst die vollständigen, testierten Zahlen angekündigt, einen Dividendenvorschlag gibt es jedoch schon. Der HV am 2. Juni soll eine Ausschüttung von 0,30 (0,04) € vorgeschlagen werden. Zudem sollen in Zukunft 20 % des Konzernergebnisses als Dividende an die Aktionäre verteilt werden. 2026 sollen die Erlöse um 5 bis 10 % und der Gewinn um 5 bis 15 % zulegen.

Mobotix schafft Turnaround; (B):

Der Fokus auf die Kernkompetenzen zeigte bei dem Spezialisten für netzwerkbasierte Kamerasysteme im Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende September) Wirkung. Während der Umsatz auf 52,7 (50,0) Mio. € ausgebaut wurde, schaffte das Ebit mit 8,3 (–3,1) Mio. € den Sprung in die schwarzen Zahlen. Auch unterm Strich gelang dem Unternehmen mit 2,8 Mio. € der Turnaround. Im Vorjahreszeitraum sah Mobotix hier noch mit –5,2 Mio. € rot.  

Steyr Motors ändert Geschäftsmodell; (B+):

Der österreichische Motorenhersteller will das operative Geschäft im Zuge einer Abspaltung auf eine neu zu gründende 100 %ige Tochter übertragen. Ziel der Maßnahme ist die künftige Ausrichtung der Steyr Motors AG als strategische Führungs- und Steuerungsholding des Steyr Motors Konzerns. Mit der geplanten Trennung von Holding- und operativem Geschäft sollen die strukturellen Voraussetzungen für die weitere Umsetzung der Wachstums- und Expansionsstrategie, insbesondere mit Blick auf künftige Akquisitionen, geschaffen werden. Die Umstrukturierung bedarf noch der Zustimmung der HV am 10. April 2026. 

Intershop sieht rot; (B–):

Ersten Berechnungen zufolge setzte der E-Commerce-Dienstleister in 2025 mit 33,3 (38,8) Mio. € weniger um (Bericht: Mitte März). Während sich die Erlöse aus dem Servicebereich und dem Geschäft mit Lizenzen sowie Wartung rückläufig entwickelten, blieb der Umsatz des strategisch bedeutenden Cloud-Geschäfts stabil. Das Ebit rutschte demnach auf Gesamtunternehmensebene auf –2,8 (0,1) Mio. € ab. Nach Steuern wurde der Verlust auf –3,2 (–0,4) Mio. € ausgeweitet. Angesichts einer verbesserten Kostenbasis rechnet der Vorstand für das laufende Jahr mit einem ausgeglichenen Ebit. 

Datron im Plan; (B+):

Ersten Berechnungen zufolge konnte der Anbieter von CNC-Fräsmaschinen in 2025 den Auftragseingang um 13,7 % auf 63,4 Mio. € steigern. Der Umsatz hielt sich indes mit 60,2 (60,6) Mio. € halbwegs stabil. Die dennoch spürbaren wirtschaftlichen Unsicherheiten drückten das operative Ebit jedoch leicht auf 3,07 (3,45) Mio. €. Für Anfang Mai ist der Geschäftsbericht angekündigt. Der HV am 26. Juni soll derweil eine Dividende von 0,10 (0,12) € je Aktie vorgeschlagen werden. Für 2026 stehen derweil Erlöse in der Bandbreite von 63 bis 69 Mio. € sowie eine Ebit-Marge von 5,0 bis 8,0 (5,1) % auf der Agenda.   

PWO liefert vorläufige Ergebnisse; (B–):

Der Autozulieferer konnte die im Jahresverlauf nach unten korrigierten Ziele ersten Berechnungen zufolge teilweise übertreffen. So toppte der Umsatz im abgelaufenen Jahr mit 526 Mio. € zwar die Prognosespanne von 500 bis 510 Mio. €, blieb aber dennoch deutlich hinter dem Vorjahreswert von 555,1 Mio. € zurück. Das Ebit vor Währungseffekten gab auf 26,1 (30,0) Mio. € nach. Damit konnte die ausgegebene Guidance von 23 bis 28 Mio. € jedoch erreicht werden. Der vollständige Geschäftsbericht ist für den 20. März angekündigt. Es ist jedoch bereits klar, dass in 2026 der Umsatz auf 500 Mio. € und das Ebit vor Währungseffekten auf 13 bis 17 Mio. € sinken dürfte.  

Frosta Kosten belasten; (B+):

„Wir befinden uns in einem schwierigen Markt. Es gibt immer Dinge, die man einsparen kann – genau das wollen wir nicht“, sagte Vorstandschef Felix Ahlers. Der Tiefkühlgerichte-Hersteller erfreute sich in 2025 zwar einer weiterhin hohen Nachfrage, die steigenden Kosten für Zutaten, Material sowie Personal haben jedoch die Ergebnisse belastet. Mit 681,5 Mio. € setzte Frosta 6,8 % mehr um. Der Gewinn sank nach Steuern indes von 41,97 auf 37,02 Mio. €. Für 2026 erwartet das Management ein Umsatzwachstum von 4 bis 9 %. Der Gewinn soll derweil um 4 bis 8 % zulegen. 

BB Biotech mit Gewinnsprung; (B+):

In 2025 profitierte der Biotech-Investor von einer spürbaren Erholung im Biotech-Sektor und positiven Studiendaten der Portfoliounternehmen. Insgesamt übernahm das Schweizer Unternehmen im vergangenen Jahr fünf Unternehmen. Im Zuge der freundlicheren Marktbedingungen konnte das Unternehmen den Reingewinn von 76 Mio. CHF im Vorjahr auf 578 Mio. CHF steigern. Allein im Schlussquartal fuhr der Gewinn auf 472 Mio. CHF vor, nachdem im Vergleichszeitraum 60 Mio. CHF in den Büchern standen. Aufgrund der besseren Entwicklung sollen die Aktionäre eine auf 2,25 (1,80) CHF angehobene Dividende erhalten (HV: 19. März).