Mit den US-Banken startet in dieser Woche offiziell die Berichtssaison in den USA. Auch wenn es hierzulande noch ein paar Tage dauern wird, bis die Ergebnisse der Unternehmen veröffentlicht werden, hatten zuletzt doch einige erste vorläufige Zahlen im Gepäck.
Fraport steigert Passagieraufkommen; (B+):
Am Frankfurter Flughafen stieg die Zahl der Fluggäste im vergangenen Geschäftsjahr um 2,6 % auf knapp 63,2 Mio., liegt damit aber noch über 10 % unter dem Rekord von 2019 (70,6 Mio.). Fraport-Chef Stefan Schulte hatte die Prognose zuvor von bis zu 64 Mio. Fluggästen auf rund 63 Mio. gekappt. Besser lief es an den Auslands-Airports: Antalya, Lima und 14 griechische Regionalflughäfen erreichten neue Passagierrekorde. Konzernweit stieg das Passagieraufkommen um 5,3 % auf 183,7 Mio.
Shelly Group mit Umsatzsprung; (B+):
Der Anbieter von IoT- und Smart-Building-Lösungen hat seinen Umsatz nach vorläufigen Berechnungen im vergangenen Geschäftsjahr um rund 40 % auf 149,7 Mio. € ausgebaut. Damit liegen die Erlöse in der anvisierten Bandbreite von 145 bis 155 Mio. €. Für den 23. Februar sind weitere Bilanzzahlen angekündigt. Das Management bekräftigte jedoch schon einmal die Ebit-Prognose von 35,0 bis 40,0 (25,7) Mio. €. Für das aktuelle Geschäftsjahr wird ein Umsatz von rund 200 Mio. € angepeilt.
BRAIN Biotech sieht weiter rot; (B–):
Für das Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende September) musste das Biotechnologieunternehmen einen Umsatzrückgang auf 49,6 (54,6) Mio. € verbuchen. Kostensenkungsmaßnahmen sorgten indes dafür, dass der Verlust beim bereinigten Ebitda mit –2,0 (–4,0) Mio. € halbiert werden konnte. Unterm Strich wurde ein Verlust von –11,8 (–11,1) Mio. € ausgewiesen. Der Cash-Bestand schrumpfte sodann auf 6,2 (27,2) Mio. €. Für das aktuelle Geschäftsjahr wird ein leichter Umsatzanstieg erwartet. Eine detaillierte Prognose will das Unternehmen mit dem Quartalsbericht am 25. Februar vorlegen.
Rhön-Klinikum kappt Prognose; (B):
Der Krankenhauskonzern musste zuletzt noch sein Ebitda-Ziel für 2025 anpassen. Inzwischen wird mit einem Ebitda-Rückgang auf 100,0 bis 105,0 (110,8) Mio. € gerechnet, nachdem zuvor 110,0 bis 115,0 Mio. € anvisiert worden waren. Die Gesellschaft erklärte, dass die Anpassung auf gestiegene Personal- und Materialkosten für Krankenhausleistungen zurückzuführen ist, einschließlich der Sofort-Transformationskosten. Zudem zeigt die geplante Einigung mit den Krankenkassen zu Altfällen erst verzögert Wirkung. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2025 ist für den 26. März vorgesehen.
PWO rechnet mit weiterem Rückgang; (B–):
Da der Autozulieferer auch für 2026 mit weiter steigenden Kosten und einem rückläufigen Umsatz rechnet, stehen für das angebrochene Geschäftsjahr Erlöse von rund 500 Mio. € auf dem Plan. Für 2025 wird mit 510 (555) Mio. € gerechnet (Bericht: 27. März). Das Ebit vor Währungseffekten dürfte auf 13 bis 17 Mio. € in 2026 sinken. Bereits für 2025 wird mit einem Rückgang auf 23 bis 28 (30) Mio. € gerechnet.
Westwing erwartet mehr; (B–):
Dank eines starken 4. Quartals erwartet der Online-Möbelhändler für 2025 ein besseres bereinigtes Ebitda als bisher in Aussicht gestellt. Während der Umsatz nun mit 449 (444) Mio. € am oberen Ende der anvisierten Spanne von 425 bis 455 Mio. € landen soll, wird das bereinigte Ebitda nun zwischen 42 und 45 (24) Mio. € erwartet. Bisher lag hier die Zielspanne bei 25 bis 35 Mio. €. Der vollständige Bericht für das abgelaufene Geschäftsjahr ist für den 26. März angekündigt.