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Neuigkeiten von der Heimatbörse

Auch wenn die Berichtssaison traditionell mit den Großkonzernen startet, haben jüngst auch einige Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe vorläufige Ergebnisse vorgestellt. Dabei gab es sowohl positive Überraschungen als auch Prognoseanpassungen für das abgelaufene Geschäftsjahr. 

KSB mit Rekordumsatz; (B+):

Zwar sind erst für den 26. März die Ergebnisse für 2025 angekündigt, erste Zahlen hat der Pumpenhersteller jedoch bereits bekanntgegeben. Der Auftragseingang fuhr um 2,9 % auf 3,2 Mrd. € vor – währungsbereinigt lag das Plus bei 5,6 %. Mit 3,04 Mrd. € legte der Umsatz nicht nur um 2,3 % zu, sondern überschritt auch erstmals die Marke von 3 Mrd. €. Das Ebit dürfte derweil im mittleren Bereich der ausgegebenen Prognose von 235 bis 265 Mio. € landen. Hier wird sich die Umstellung auf die SAP-Softwareplattform mit 27 Mio. € negativ bemerkbar gemacht haben. In 2024 erreichte das Ebit 244,2 Mio. €. 

Rational mit Rekordumsatz; (B+):

Dank eines starken Schlussspurts hat der Großküchenausrüster das Geschäftsjahr 2025 mit Bestmarken abgeschlossen. Ersten Berechnungen zufolge fuhr der Umsatz um 6 % auf 1,26 Mrd. € vor. Damit wurde auch die eigene Prognose von 5 % Wachstum übertroffen. „Bereinigt um die negativen Währungseffekte wachsen wir um 8 %. Wir sind damit zurück auf unserem früheren Wachstumspfad im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich“, sagte CEO Peter Stadelmann. Das Ebit legte ebenfalls um 6 % auf 333 Mio. € zu und erreichte damit einen Höchstwert. Damit konnten der schwache Dollar und die US-Zölle gut abgefedert werden. Gemeinsam mit dem vollständigen Zahlenwerk am 19. März wird auch eine Prognose für das laufende Jahr folgen. 

Hawesko Holding schwächelt; (B):

Die Weinhandelsgruppe bekam in 2025 vorläufigen Berechnungen zufolge vor allem die gedämpfte Konsumlaune der Endverbraucher zu spüren, während sich die Nachfrage im B2B-Segment wieder etwas erholte. Auf Unternehmensebene sank der Umsatz auf 622 (639) Mio. €. Auch wenn das aufgelegte Wachstums- und Kostensenkungsprogramm erste Erfolge zeigte, sank das Ebit auf Jahressicht dennoch auf 26 (32) Mio. €. Der Geschäftsbericht ist für den 28. April angekündigt. 

Steyr Motors liefert vorläufige Ergebnisse; (B+):

Mit einem Umsatz von 48,5 (41,7) Mio. € beendete der österreichische Motorenhersteller ersten Berechnungen zufolge das Geschäftsjahr 2025 (Bericht: 6. März). Das Ebit gab indes leicht auf 5,8 (6,5) Mio. € nach. Dank eines soliden Auftragspolsters von 300 Mio. €, welches bis 2030 reicht, sieht sich der Vorstand gut aufgestellt für das angelaufene Jahr. Im Geschäftsbericht für 2024 hatte das Management einen Orderbestand von 150 Mio. € ausgewiesen, der bis ins Jahr 2027 reichte. Für 2026 stehen nun Erlöse zwischen 75 und 95 Mio. € auf dem Plan. Die Ebit-Marge soll sich bei 15,0 (11,9) % einfinden. 

Bastei Lübbe meldet Wachstum; (B+):

Trotz eines angespannten Marktumfelds ist es der Verlagsgruppe von April bis Ende Dezember gelungen, mehr umzusetzen. In den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 (per Ende März) kletterten die Erlöse um 1,7 % auf 92,1 Mio. €. Ein deutlich höherer Materialaufwand drückte indes das Ebit auf 10,1 (15,3) Mio. € und das Konzernergebnis auf 6,7 (10,0) Mio. €. Die Kosten entwickelten sich jedoch planmäßig, daher hat der Vorstand die Jahresziele nochmals bestätigt. Während sich der Umsatz bei 120,0 bis 125,0 (114,0) Mio. € einfinden soll, wird das Ebit in der Spanne von 14,0 bis 16,0 (17,1) Mio. € erwartet. 

hGears Maßnahmen greifen; (B–):

Der Getriebe- und Komponentenhersteller für die e-Mobilität konnte nach bisher untestierten Zahlen mit einem Umsatz in 2025 von 91,6 (95,7) Mio. € zwar die ausgegebene Zielspanne von 87 bis 90 Mio. € überbieten, blieb jedoch hinter dem Vorjahreswert zurück (Bericht: 25. März). Die ergriffenen Struktur- und Effizienzmaßnahmen sorgten indes für einen Anstieg des bereinigten Ebitda auf 1,4 (0,5) Mio. €. Auch hier konnte die ausgegebene Guidance, die –1 bis +1 Mio. € vorsah, überboten werden. 

YOC verfehlt Ziele; (B):

Mit den vorläufigen Ergebnissen für das abgelaufene Geschäftsjahr ist klar, dass der Mobile-Marketing-Spezialist die mit den Q3-Zahlen gesenkte Prognose verfehlt hat (Bericht: 28. April). Zwar konnte der Umsatz im Jahresvergleich auf 37,1 (35,0) Mio. € zulegen, anvisiert wurden jedoch 39 bis 41 Mio. €. Die hohe Volatilität bei Kampagnenbuchungen der Kunden hielt auch im sonst starken Schlussquartal an und sorgte auf Jahressicht für einen Einbruch beim Ebitda auf 2,4 (5,2) Mio. €. Hier hatten 4 bis 5 Mio. € auf der Agenda gestanden. Unterm Strich sah das Unternehmen mit –0,4 (3,7) Mio. € zudem rot. Hier lauteten die Ziele 1 bis 2 Mio. € Gewinn.

Syzygy  sieht weiter rot; (B):

Der Digital Experience- und IT-Dienstleister hat erste Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vorgestellt. Das vollständige Zahlenwerk ist für den 31. März angekündigt, doch es ist bereits klar, dass der Umsatz in 2025 um 18 % auf 56,8 Mio. € sank. Restrukturierungsaufwendungen und Investitionen belasteten das Ergebnis zusätzlich und ließen das operative Ebit vor Firmenwertabschreibungen auf –1,17 (5,67) Mio. € einbrechen. Mit einem Konzernergebnis von –5,7 (–13,2) Mio. € verharrte das Unternehmen unterm Strich weiterhin in der Verlustzone. Für 2026 stellt der Vorstand einen weiteren Erlöserückgang auf rund 50 Mio. € in Aussicht.