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Neuigkeiten von der Heimatbörse

Immer mehr Unternehmen hierzulande öffnen ihre Bücher – zumindest schon einmal für vorläufige Ergebnisse. Der eine oder andere hat im Zuge dessen auch eine Dividendenankündigung sowie einen Ausblick für das laufende Jahr im Gepäck. Auch in den vergangenen Tagen gab es einige Überraschungen – positiv wie auch negativ. 

Shelly Group verdient mehr; (B+):

Der Anbieter von IoT- und Smart-Building-Lösungen setzte in 2025 mit 149,7 (106,7) Mio. € mehr um. Das Ebit kletterte auf 30,3 (25,8) Mio. € und der Nettogewinn auf 25,5 (22,2) Mio. €. Für das angelaufene Jahr bleibt der Vorstand zuversichtlich und stellt Erlöse von 195 bis 205 Mio. € in Aussicht. Das Ebit soll in der Bandbreite von 47 bis 52 Mio. € landen.  

IVU Traffic auf Rekordkurs; (A–):

Ersten Berechnungen zufolge wird der Entwickler für IT-Systeme im Öffentlichen Verkehr die ausgegebenen Ziele für 2025 übertreffen und das Gesamtjahr mit Bestmarken abschließen. Der Umsatz soll auf 150,0 (133,7) Mio. € zulegen. Das Ebit wird bei über 18,0 (16,8) Mio. € erwartet. Der Konzern hatte 140 Mio. € Umsatz und 18 Mio. € Ebit in Aussicht gestellt. Der vollständige Bericht wird am 26. März vorgestellt. Das Management will jedoch, anlässlich des 25. Börsenjubiläums, eine Dividende von 0,55 (0,28) € je Aktie ausschütten (HV: 28. Mai). Diese setzt sich aus 0,30 € Basis- und 0,25 € Sonderdividende zusammen.

R. Stahl liefert erste Ergebnisse; (B+):

Vorläufigen Berechnungen zufolge musste der Explosionsschutzexperte in 2025 einen Erlöserückgang auf 313,0 (344,1) Mio. € hinnehmen. Damit verfehlte das Unternehmen die zur Jahresmitte gekürzten Ziele von 320 bis 330 Mio. €. Das Ebitda vor Sondereinflüssen hielt sich mit 34,4 Mio. € stabil auf Vorjahresniveau. Hier wurden zuletzt 25 bis 30 Mio. € in Aussicht gestellt. Am 16. April wird mit dem finalen Zahlenwerk auch ein Ausblick auf das laufende Jahr ausgegeben.

Lang & Schwarz steigert Dividende; (B):

Die im vergangenen Jahr spürbare höhere Volatilität an den Börsen sorgte bei dem Wertpapierhandelsunternehmen ersten Berechnungen zufolge in 2025 für einen Anstieg des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 100,4 (71,3) Mio. €. Der Konzernüberschuss sprang auf 48,6 (22,1) Mio. € an. Wenn bis zur Veröffentlichung des vollständigen Berichts am 13. Mai keine Abweichungen feststellbar sind, soll der HV im Juli (genaues Datum steht noch nicht fest) eine Dividende von 2,00 (1,75) € je Aktie vorgeschlagen werden.

Dr. Hönle weitet Minus aus; (B):

Im traditionell schwachen Q1 (per Ende Dezember) hat der Spezialist für UV-Technologie die Investitionszurückhaltung der Kunden zu spüren bekommen. Der Umsatz konnte zwar minimal um 0,3 % auf 21,5 Mio. € zulegen, das Ebitda gab jedoch auf 525 T€ nach. Im Vergleichszeitraum standen hier noch 1,03 Mio. € in den Büchern. Unterm Strich rutschte das Unternehmen mit –1,5 Mio. € tiefer in die roten Zahlen, nach –578 T€ im Vorjahr. Auf Gesamtjahressicht stehen Erlöse von 95,0 bis 105,0 (93,7) Mio. € sowie ein Ebitda zwischen 6,0 und 9,0 (5,8) Mio. € auf dem Plan.  

Covestro sieht rot; (B):

Eine schwache Nachfrage und die Folgen eines Brands haben den Kunststoffkonzern in 2025 tiefer in die Verlustzone gedrückt. Während der Umsatz um 8,7 % auf 12,9 Mrd. € nachgab, sackte das Ebitda des vom Ölriesen Adnoc übernommenen Unternehmens um 30,9 % auf 740 Mio. € ab. Unterm Strich wurde der Verlust derweil auf –644 (–266) Mio. € ausgeweitet. Für 2026 rechnet der Vorstand mit einem Ebitda auf Vorjahresniveau. 

BVB erwartet Gewinneinbruch; (B):

Nach dem Ausscheiden aus den Play-Offs der UEFA Champions League  und dem damit erfolgten Wegfall der geplanten Ergebnispotentiale aus diesem Wettbewerb passt der Fußballclub seine Gewinnprognose an. Nachdem bisher für das Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende Juni) ein Konzernergebnis zwischen –5,0 und +5,0 (6,5) Mio. € in Aussicht gestellt wurde, rechnet das Management nun mit –12,0 bis –22,0 Mio. €.

Einhell meldet Rekordjahr; (A–):

Der Hersteller von Produkten für Heimwerker und Gartenarbeit beendete das Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Berechnungen mit Erlösen von 1,16 (1,11) Mrd. € und erreichte damit eine neue Bestmarke (GB: April). Auch vor Steuern verdiente das Unternehmen mit 107,9 (98,5) Mio. € mehr. 

Nfon besser; (B+):

Dank einer anhaltend hohen Nachfrage nach KI-basierten Kommunikationslösungen setzte das Unternehmen in 2025 vorläufig 89,1 (87,3) Mio. € um (Bericht: 16. April). Das bereinigte Ebitda kletterte um 2,4 % auf 12,6 Mio. € gen Norden. Für 2026 wird ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen %-Bereich avisiert. Das bereinigte Ebitda soll sich bei über 12,0 Mio. € einfinden. 

Adtran Networks verdient mehr; (B):

Mit 130,2 (118,9) Mio. € fiel der Umsatz des Anbieters offener Netzlösungen für die Bereitstellung von Cloud- und Mobilfunkdiensten in 2025 ersten Berechnungen nach besser aus. Das pro forma Ebit erreichte 4,0 (2,9) Mio. €. Das vollständige Zahlenwerk ist für den 30. März angekündigt. 

Hamborner Reit kürzt Dividende; (B):

Ersten Berechnungen zufolge hat das Immobilienunternehmen in 2025 einen Rückgang der Miet- und Pachterlöse um 2,9 % auf 90,3 Mio. € verzeichnet. Die Mietrückgänge sowie höhere Kosten drückten das FFO mit 48,6 Mio. € um 5,7 % gen Süden (Bericht: 22. April). Der HV am 3. Juni soll eine Dividende von 0,39 (0,48) € je Aktie vorgeschlagen werden. Die in der Vorwoche ausgegebene Prognose wurde nochmals bestätigt (vgl. ES 9/26).  

BRAIN Biotech dämmt Verlust ein; (B–):

Dank einer Meilensteinzahlung im Segment BRAINBioIncubator hat das Biotechunternehmen die ersten 3 Monate des Geschäftsjahres 2025/26 (per Ende September) etwas besser abgeschnitten. Der Umsatz verlor dennoch auf 11,9 (13,1) Mio. €. Das bereinigte Ebitda schaffte dank der Zahlung mit 0,3 (–0,7) Mio. € den Turnaround. Auf die Aktionäre entfiel dennoch ein Verlust in Höhe von –2,9 (–4,0) Mio. €. Für das laufende Gesamtjahr wird mit einem stabilen Umsatz gerechnet (Vj.: 49,6 Mio. €). 

Umweltbank plant Dividende; (B+):

Ersten Berechnungen zufolge legten die Gesamterträge des Finanzinstituts auf 78,3 (59,0) Mio. € zu. Vor Steuern gelang dem Unternehmen mit 6,4 (–8,5) 
Mio. € die Rückkehr in die Gewinnzone. Der Jahresüberschuss konnte derweil auf 14,3 (0,7) Mio. € ausgebaut werden. Angesichts der positiven Entwicklung soll der HV am 30. Juli eine Dividende von 0,05 € je Aktie vorgeschlagen werden, nachdem Anteilseigner zuletzt auf eine Ausschüttung verzichten mussten. Für 2026 wird derweil mit einem Vorsteuergewinn von 12,5 bis 17,5 Mio. € gerechnet.