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Neuigkeiten von der Heimatbörse

Auch in den vergangenen Tagen haben Unternehmen hierzulande erste Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgestellt – auch wenn das finale Zahlenwerk meist erst für Mitte/Ende März angekündigt ist. Neben einigen Überraschungen hatten einige Konzerne auch bereits Prognosen für das angelaufene Jahr im Gepäck. 

Formycon Verhandlungen belasten; (A–):

Längere Verhandlungen beim Abschluss von Kommerzialisierungs- und Entwicklungspartnerschaften haben dem Biosimilar-Entwickler in 2025 zu schaffen gemacht. Ersten Berechnungen zufolge sank der Umsatz auf 45,0 (69,7) Mio. € und lag damit unterhalb der ausgegebenen Prognosespanne von 55 bis 65 Mio. €. Beim Ebitda konnte das Minus immerhin auf –12,0 (–13,7) Mio. € etwas eingedämmt werden. Hier wurde eine Spanne von –10 bis –20 Mio. € anvisiert. Am 26. März stellt das Unternehmen das vollständige Zahlenwerk vor. 

Cliq Digital sieht weiterhin rot; (B–):

Der Streaminganbieter musste im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang auf 131,9 (243,0) Mio. € verbuchen. Das Ebitda rutschte mit –6,4 (10,2) Mio. € in die roten Zahlen. Unterm Strich konnte der Verlust immerhin auf –12,4 (–27,9) Mio. € reduziert werden. Hier machten sich Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen positiv bemerkbar. Für 2026 stehen derweil Erlöse zwischen 40 und 60 Mio. € auf der Agenda. Das Ebitda soll mindestens ausgeglichen sein und im besten Fall bis auf 5 Mio. € klettern. 

Aroundtown zahlt wieder Dividende; (B):

In 2025 hielt der Gewerbeimmobilienspezialist die Mieteinnahmen mit 1,18 Mrd. € stabil. Das FFO I gab indes um 
9 % auf 288 Mio. € nach. Eine teils massive Aufwertung von Immobilien sorgte für einen Gewinnsprung von 309,3 Mio. auf 1,13 Mrd. €. Für das abgelaufene Jahr sollen die Aktionäre zudem wieder eine Dividende von 0,08 € je Aktie erhalten (HV: 24. Juni). Ab 2026 soll dann die Hälfte des FFO I an die Aktionäre verteilt werden. Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einem FFO I zwischen 250 und 280 Mio. € gerechnet, was einer Dividende zwischen 0,12 und rund 0,14 € je Aktie für 2026 entspricht. Zudem hat das Management den Aktionären von Grand City Properties ein Übernahmeangebot unterbreitet. 

Sino Q1 besser; (B):

Zwischen Oktober und Dezember steigerte der Online-Broker seine Gesamterträge um 71,45 % auf 3,33 Mio. €. Nach Steuern fuhr das Ergebnis auf 673 (53) T€ vor. Im Dezember veräußerte das Unternehmen zudem einen Teil seiner Trade Republic-Anteile, was das Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende September) anschieben dürfte. An der positiven Entwicklung sollen auch die Aktionäre partizipieren und voraussichtlich eine Dividende in Höhe von 14,80 € je Aktie erhalten. Für das abgelaufene Jahr steht ein Dividendenvorschlag derweil noch aus – die HV soll im Mai stattfinden. 

Patrizia hebt Dividende an; (B):

Der Immobilien-Investor hielt das verwaltete Vermögen (Assets under Management) im vergangenen Geschäftsjahr ersten Berechnungen zufolge mit 56,2 (56,4) Mrd. € stabil. Das Ebitda konnte, dank der eingehaltenen Kostendisziplin und der verbesserten Performance auf 63,0 (46,5) Mio. € ausgebaut werden. Aufgrund der starken Entwicklung des Ebitda fuhr auch der Konzernüberschuss von 2,4 auf 16,4 Mio. € vor. Der testierte Geschäftsbericht ist für den 27. März angekündigt. Die Aktionäre sollen an der positiven Entwicklung des vergangenen Jahres teilhaben und eine leicht auf 0,36 (0,35) € je Aktie angehobene Dividende erhalten (HV: 10. Juni). Für 2026 stellt der Vorstand zudem ein Ebitda zwischen 60 und 75 Mio. € in Aussicht. Das verwaltete Vermögen soll in der Bandbreite von 55 bis 60 Mrd. € landen.  

Ströer meldet Rekordumsatz; (B+):

Vorläufigen Zahlen zufolge hat der Werbevermarkter in 2025 ein Umsatzplus von 1 % auf 2,08 Mrd. € verbucht. Damit wurde eine neue Bestmarke erreicht – organisch musste jedoch ein Minus von 0,4 % verzeichnet werden. Vor allem das Kerngeschäft Außenwerbung (OOH) konnte ein Wachstum von 4 % verbuchen. Das bereinigte Ebitda hielt sich mit 626 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Der bereinigte Nettogewinn sank jedoch leicht auf 165,2 (171,2) Mio. €. Am 23. März wird das vollständige Zahlenwerk veröffentlicht. 

Cherry weitet Verlust aus; (C):

Wie bereits bekannt, hat der Hersteller von Computertastaturen in 2025 ersten Berechnungen zufolge mit 94,3 (110,4) Mio. € weniger umgesetzt. Der Ebitda-Verlust wurde auf –9,8 Mio. € ausgeweitet. Bereits in 2024 standen hier –7,0 Mio. € in den Büchern. Der Geschäftsbericht 2025 ist für den 30. April angekündigt, dann dürfte auch eine Prognose für das laufende Jahr folgen.  

LEG Immobilien mit Gewinnsprung; (A–):

Nach den Problemen der vergangenen Jahre sieht sich der Immobilienkonzern zurük auf dem Wachstumspfad. In 2025 kletterte das bereinigte Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung auf 764,1 (718,1) Mio. €. Der bereinigte Mittelzufluss (AFFO), eine für das Unternehmen wichtige Kennziffer, fuhr auf 220,5 (200,4) Mio. € hoch. Noch deutlicher sprang der Nettogewinn mit 1,46 Mrd. € an – hier standen im Vorjahr 68,9 Mio.€ in der Bilanz. Der HV am 27. Mai soll eine Dividende i.H.v. 2,92 (2,70) € je Aktie vorgeschlagen werden. Für 2026 wird derweil ein AFFO in der Spanne von 220 bis 240 Mio. € in Aussicht gestellt. 

Rubean verdoppelt Umsatz; (B):

Zwar stellt das Fintech-Unternehmen seinen Geschäftsbericht erst am 8. Juli vor, es ist jedoch bereits bekannt, dass der Umsatz mit 3,8 (1,9) Mio. € verdoppelt werden konnte.