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Neuigkeiten von der Heimatbörse

Auch wenn traditionell erst in den USA die Unternehmen ihre Bücher für das 1. Quartal öffnen, haben doch bereits einige Unternehmen erste vorläufige Ergebnisse für die ersten 3 Monate des laufenden Jahres vorgestellt. Die eine oder andere Gesellschaft hat zudem die Prognose für das Gesamtjahr angepasst. 

Fraport fertigt mehr ab; (B+):

Der Frankfurter Flughafenbetreiber hat im März an seinem Hauptflughafen einen leichten Passagierzuwachs verbucht. Im März verreisten mit 4,7 Mio. Passagieren insgesamt 2,1 % mehr über das Drehkreuz. Allerdings belasteten zwei Streiktage die Zahlen. Die Folgen des Iran-Kriegs haben zudem im März zu einem Rückgang von 68,6 % des Passagieraufkommens in die Region Nahost geführt. Auf Quartalssicht zählte der Konzern in Frankfurt 12,7 Mio. Fluggäste, was einem Plus von 2,3 % entspricht. International verzeichnete Fraport ebenfalls weiteres Wachstum. Die 14 griechischen Fraport-Flughäfen legten beim Passagieraufkommen um 6,9 % auf 889.043 Passagiere zu. Die brasilianischen Airports in Fortaleza und Porto Alegre verzeichneten mit 1,2 Mio. Passagieren ein Plus von 18,2 %. Die Gästezahl am Flughafen im peruanischen Lima wuchs im Berichtsmonat auf rund 2,1 Mio. und damit um 1,4 %. Im 1. Quartal stieg das Passagieraufkommen aller von Fraport aktiv gemanagten Flughäfen um 5,2 % auf 28,6 Mio. Fluggäste.

Steico harter Winter belastet; (B+):

Der überraschend harte Winter hat die Bautätigkeiten in ganz Europa in den ersten 3 Monaten eingeschränkt und auch den Dämmstoff-Spezialisten belastet. Mit 94,8 Mio. € setzte das Unternehmen 6,9 % weniger um. Neben dem schlechten Wetter machten sich auch höhere Kosten bemerkbar und das Ebit gab auf 6,2 (8,9) Mio. € nach. Einen Gewinn gibt der Konzern traditionell zum 1. Quartal nicht aus. Seit März sorgt zudem der Krieg im Nahen Osten für steigende Transportkosten. Positive Frühindikatoren, wie steigende Baugenehmigungen in Europa, lassen für die kommenden Quartale eine Belebung der Bautätigkeit erwarten. Sofern sich die Konjunkturaussichten nicht weiter eintrüben, rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 mit einer Umsatzentwicklung zwischen –2 und +4 %. Damit würden die Erlöse zwischen 375 und 398 Mio. € landen. Das Ebit wird zwischen 30 und 38 (vorl. 2025: 35,9)Mio. € erwartet. 

Berentzen spürt schwächere Nachfrage; (B):

Ersten Berechnungen zufolge entwickelte sich bei dem Getränkehersteller vor allem der Bereich Spirituosen im 1. Jahresviertel rückläufig. Der Umsatz sank demnach auf 35,2 (39,0) Mio. €. Das Ebit gab in Folge dessen von 1,2 auf 0,2 Mio. € nach (Bericht: 30. April). Das Management rechnet mit positiven Effekten aus Marken- und Produktinnovationen in der 2. Jahreshälfte. Auf Jahressicht wird daher weiterhin eine Umsatzspanne von 163,0 bis 173,0 (162,9) Mio. € in Aussicht gestellt. Beim normalisierten Ebit werden 7,0 bis 9,0 (8,5) Mio. € in Aussicht gestellt. 

Gesco meldet Ziele für 2026; (B):

Wie bereits bekannt hat die Industrieholding in 2025 Erlöse in Höhe von 494,97 (513,81) Mio. € eingefahren (vgl. ES 11/26). Das Ebit landete bei 15,5 (15,2) Mio. € und nach Anteilen Dritter stand mit 9,9 (4,4) Mio. € ebenfalls mehr in den Büchern. Trotz der weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen erwartet der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg auf 515 bis 530 Mio. €. Das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter soll sich zwischen 15 und 20 Mio. € einfinden. 

NFON Übernahme zahlt sich aus; (B+):

Die im Geschäftsjahr 2024 akquirierte botario GmbH hat die Ergebnisse des Spezialisten für Kommunikationslösungen angeschoben. Daher sind auch die Vergleichszahlen angepasst. In 2025 setzte das Unternehmen demnach 89,1 Mio. € um, was einem Plus von 2 % entspricht. Bei einem bereinigten Ebitda von 12,6 (12,3) Mio. € fuhr das Konzernergebnis auf 2,2 Mio. € vor. Im Vergleichszeitraum standen 0,4 Mio. € in den Büchern.  

R. Stahl rückläufig; (B):

Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Experte für Explosionsschutz die Kundenzurückhaltung zu spüren bekommen. Mit 306,5 Mio. € sammelte das Unternehmen in 2025 insgesamt 6,4 % weniger Aufträge ein. Der Umsatz verlor auf 313,0 (344,1) Mio. €, wohingegen das Ebitda vor Sondereinflüssen mit 34,4 Mio. € auf Vorjahresniveau verharrte. Nichtsdestotrotz brach der Nettogewinn um 49,3 % auf 3,0 Mio. € ein. Auch für das laufende Jahr bleibt das Management vorsichtig und erwartet einen Rückgang der Erlöse auf 285 bis 300 Mio. €. Das Ebitda vor Sondereinflüssen soll in der Bandbreite von 22 bis 27 Mio. € landen. 

Hypoport gemischte Entwicklung; (B+):

Die nachhaltige Erholung im deutschen Immobilienmarkt wurde im 1. Quartal von der volatilen Geopolitik und den wirtschaftlichen Unsicherheiten ausgebremst. Entsprechend entwickelten sich auch den vorläufigen Berechnungen zufolge die einzelnen Segmente des Finanzdienstleisters. Im Bereich Real Estate & Mortgage Platforms hielt sich das Transaktionsvolumen der Plattform Europace mit 20,26 Mrd. € stabil. Die Nachfrage nach Bausparkrediten entwickelte sich indes rückläufig. Der vollständige Bericht über die ersten 3 Monate wird am 11. Mai vorgestellt. 

7C Solarparken sieht rot; (B):

Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte der Solarkraftwerksbetreiber den Umsatz zwar auf 65,7 (63,3) Mio. €, Wertminderungen drückten das Ebit jedoch auf 1,24 (6,14) Mio. €. Das Ebitda legte indes auf 59,6 (47,2) Mio. € zu. Unterm Strich brach das Konzernergebnis auf –6,52 Mio. € ein. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen minimalen Gewinn von 957 T€ eingesammelt. Auf das angelaufene Jahr blickt das Management verhalten und avisiert Erlöse von 66,5 Mio. €. Das Ebitda dürfte jedoch auf 50,0 Mio. € zurückgehen.