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Neuigkeiten von der Heimatbörse

Während mit den US-Banken in den USA bereits der Startschuss für die Berichtssaison für das 3. Quartal fiel, haben auch hierzulande bereits die ersten Unternehmen vorläufige Ergebnisse bekannt gegeben. 

Norma Group passt Dividendenpolitik an; (B+):

Im Zuge der finanziellen Ambitionen mit dem Programm NewNORMA hat der Autozulieferer seine Ausschüttungspolitik angepasst. Statt wie bisher 30 bis 35 % des bereinigten Konzernergebnisses an die Aktionäre verteilen zu wollen, sollen ab 2027 mindestens 10 % als Dividende gezahlt werden. NewNORMA sieht bis 2031 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum vor Währungseffekten von 1 bis 3 % vor. Bis 2031 soll die bereinigte Ebit-Marge zudem bei über 10 % landen. Ersten Berechnungen zufolge steigerte der Konzern im 3. Quartal den Umsatz auf 207,8 (197,5) Mio. €. Die bereinigte Ebit-Marge sprang dabei auf 3,7 (1,9) % an. Der vollständige Bericht ist für den 3. November angekündigt. 

Cherry verschiebt Bericht; (D):

Da die Prüfung des Jahresabschlusses 2025 immer noch nicht final abgeschlossen wurde, kann der Q3-Bericht nicht, wie bisher angekündigt, am 
18. November veröffentlicht werden. Ein neuer Termin wurde bisher nicht genannt. Erste Kennzahlen hat der Tastaturenhersteller jedoch bereits vorgestellt. Während der Umsatz von 70,7 auf 58,9 Mio. € nachgab, konnte der bereinigte Ebitda-Verlust eingedämmt werden. Dank Kostensenkungsmaßnahmen stand hier noch ein Minus von –6,9 (–11,9) Mio. € in der Bilanz. 

ad pepper meldet Rekord; (B+):

Vorläufigen Berechnungen zufolge steigerte der Online-Werbevermarkter seinen Umsatz im 3. Jahresviertel um 17 % auf 18,0 Mio. €. Das vorläufige Ebitda erreichte mit 1,35 (1,18) Mio. € eine neue Bestmarke. Das vollständige Zahlenwerk ist für den 20. November angekündigt. Die Ziele für das laufende Jahr wurden derweil nochmals bestätigt: Das Ebitda soll weiterhin 6,5 bis 7,5 (4,0) Mio. € erreichen, wobei inzwischen eher das obere Ende der Spanne anvisiert wird.

Data Modul dreht auf; (B):

Im Zuge der Erstellung des Q3-Berichts hat der Anbieter elektronischer Systeme eine deutliche Ergebnisverbesserung gemeldet (Bericht: 6. November). Der Auftragseingang habe sich in den 3 Monaten auf 58,5 (51,4) Mio. € verbessert. Der Umsatz fuhr deutlich von 52,1 auf 59,1 Mio. € vor. Beim Ebit konnte demnach mit 1,6 Mio. € sogar die Rückkehr in die schwarzen Zahlen erreicht werden. Im Vergleichszeitraum sah das Unternehmen hier noch mit –2,1 Mio. € rot.

Lufthansa steigt bei TAP ein; (B+):

Die deutsche Kranich-Airline kann bei der portugiesischen Fluggesellschaft TAP einsteigen und damit ihr Geschäft mit Lateinamerika ausbauen. Die Lufthansa erhält für rund 1,2 Mrd. € den Zuschlag für bis zu 49,9 % und setzt sich damit im Bieterrennen gegen den Rivalen Air France-KLM durch. In einem ersten Schritt erhält die Lufthansa nach eigenen Angaben 44,9 % an der TAP – für 1,025 Mrd. €. Dieser Anteil könnte auf bis zu 49,9 % steigen – für dann bis zu 1,2 Mrd. €. Dies gilt für den Fall, dass die TAP-Belegschaft ihr Bezugsrecht für 5 % am Kapital nicht ausübt. Gemäß dem Privatisierungserlass zur TAP kann die portugiesische Regierung ihren verbleibenden Anteil von 50,1 % zu einem späteren Zeitpunkt an die Lufthansa veräußern. 

Heidelberg Pharma verringert Verlust; (B): 

Dank Meilensteinzahlungen konnte der Biotech-Konzern seinen Umsatz in den ersten 9 Monaten deutlich auf 9,3 (1,4) Mio. € steigern. Nach Steuern konnte der Verlust auf –8,68 (–21,05) Mio. € reduziert werden. Insbesondere die Forschungsausgaben gingen durch die Konzentration auf das führende klinische Programm zurück. Der operative Mittelabfluss halbierte sich nahezu von 24,8 auf 12,4 Mio. €. Nach aktueller interner Planung reicht die Finanzierung laut Management bis mindestens Mitte 2027. Die Jahresprognose bleibt somit unverändert: Erwartet werden Umsätze und sonstige Erträge von zusammen 11 bis 15 Mio. € sowie ein Barmittelbestand von 11 bis 15 Mio. € zum Geschäftsjahresende. Unterdessen konzentriert sich Heidelberg Pharma auf den Krebswirkstoff HDP-101, dessen Phase-IIa-Studie beim multiplen Myelom nach Unternehmensangaben planmäßig verläuft.

Grammer höhere Anlaufkosten belasten; (B+):

Im 3. Quartal stieg der Umsatz des Automobilzulieferer nach vorläufigen Zahlen auf 473,4 (433,2) Mio. €. Das bereinigte operative Ebit fiel dagegen mit 11,4 Mio. €, nach 14,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum geringer aus. Die Marge sank damit rechnerisch von rund 3,3 auf 2,4 %. Entsprechend vorsichtig zeigte sich das Grammer-Management mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf: Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit rd. 70 Mio. € statt der bislang angepeilten 80 Mio. €. Als Gründe nennt Grammer den Iran-Konflikt, Sonderzölle in den USA und Mexiko sowie höhere Anlaufkosten für neue Projekte in Amerika. Gerade bei neuen Produktionsprogrammen können zusätzliche Kosten die Profitabilität belasten, obwohl der Umsatz steigt, hieß es von Konzernseite. Die endgültigen Zahlen präsentiert der Konzern am 30. Oktober.

ElringKlinger hebt Prognose an; (B+): 

Der Automobilzulieferer blickt trotz des anhaltend herausfordernden Umfelds positiv auf den weiteren Jahresverlauf. Demnach erwartet der Konzern im Gesamtjahr 2026 einen Umsatz von rd. 1,80 Mrd. €. Bisher wurden die Erlöse organisch leicht über dem Vorjahresniveau von 1,64 Mrd. € anvisiert. Im 3. Quartal erzielte ElringKlinger nach ersten Berechnungen einen Umsatz von 451 (395) Mio. €. Das bereinigte Ebit konnte auf 29,2 (21,2) Mio. € verbessert werden. Die vollständigen Zahlen zum 3. Quartal präsentiert der Konzern am 5. November.  

flatexDegiro kauft eigene Aktien zurück; (B):

Der Online-Broker will eigene Aktien für bis zu 100 Mio. € zurückkaufen. Der Vorstand hat in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat beschlossen, die dafür erforderliche Genehmigung bei der Finanzaufsicht BaFin zu beantragen. Das Programm soll beginnen, sobald die Zustimmung vorliegt. Grundlage ist die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 4. Juni 2024 zum Erwerb eigener Aktien. 

Bilfinger mit Großauftrag; (B+): 

In Großbritannien hat sich der Industriedienstleister einen Großauftrag sichern können. Der voraussichtlich bis 2030 laufende Auftrag hat für das EDF-Vorhaben Hinkley Point C einen Umfang „im erheblichen Millionen-Euro-Bereich“ und beinhaltet Detailplanung, Beschaffung, Rohrvorfertigung und Installationsarbeiten für das entstehende Kernkraftwerk von EDF in Großbritannien. „Dieser mehrjährige Auftrag macht uns zu einem der wenigen ausgewählten Partner, die mit der Lieferung wesentlicher Systeme für neue Kernkraftwerke betraut sind“, sagte Caroline Sagne, President Business Unit Nuclear bei Bilfinger.

Renk erhält weiteren Panzer-Auftrag; (A–): 

Der Rüstungszulieferer soll weitere Getriebe für den Kampfpanzer Leopard 2 und weitere Fahrzeuge liefern. Der Auftrag des Panzerherstellers KNDS habe einen Umfang von rund 130 Mio. €, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Die Bestellung umfasst neben den Getrieben auch die Getriebesteuerung sowie den Gangwahlschalter für den Kampfpanzer und weitere Fahrzeuge aus der Leopard-2-Familie. Die Auslieferung solle 2029 beginnen und im Jahr 2032 abgeschlossen werden.

Freenet macht Übernahme komplett; (B+): 

Der Mobilfunkanbieter übernimmt die Online-Fernsehplattform waipu.tv komplett. „Eine bislang von Minderheitsaktionären angestrebte Börsennotierung wird damit nicht weiterverfolgt“, so Freenet-Finanzchef Ingo Arnold. Der MDAX-Konzern erwirbt somit die restlichen 25 % der Anteile an der Betreiberin Exaring AG von deren Minderheitsaktionären für 76 Mio. €. Diesem vereinbarten anfänglichen Kaufpreis liege eine Unternehmensbewertung von rund 300 Mio. € zugrunde. Die Finanzierung werde vollständig aus liquiden Mitteln gestemmt, der Dividendenausblick bleibt ebenfalls bestehen, hieß es vom Konzern. Freenet sieht das IPTV-Angebot von waipu.tv als strategischen Wachstumstreiber.