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News von der Heimatbörse

Die Berichtssaison in den USA läuft und läuft und... Auch in Europa veröffentlichen die ersten Unternehmen ihre Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr oder auch schon für das 1. Quartal. Aber auch in Deutschland werden die ersten vorläufigen Zahlen vorgestellt, bevor die Berichtssaison auch hier richtig in Schwung kommt.

KSB  mit starken Zahlen; (B+):

Der Hersteller von Pumpen und Armaturen profitierte in 2023 von einem starken Projektgeschäft. Der Jahresbericht ist zwar erst für den 26. März angekündigt, erste Ergebnisse wurden jedoch bereits veröffentlicht. So konnte der Umsatz in allen Regionen zulegen und vor allem im Segment KSB SupremeServ gesteigert werden. Konzernweit wuchsen die Erlöse um 9,5 % auf 2,82 Mrd. €. Das Ebit dürfte deutlich über dem Vorjahreswert von 169,1 Mio. € und in der oberen Hälfte der ausgegebenen Prognose von 210 bis 230 Mio. € landen. Das Management plant auch für 2024 weiteres Wachstum.

The Platform Group  setzt sich neue Ziele; (B):

Nachdem das vergangene Geschäftsjahr geprägt war von der Zusammenführung der The Platform Group in die Fashionette AG, blickt der E-Commerce-Spezialist zuversichtlich auf das angebrochene Jahr und hat zur Vergleichbarkeit proforma-Ziele ausgegeben. Bereiche die 2023 geschlossen wurden oder es 2024 werden sind in der Prognose jedoch nicht berücksichtigt. Für das angelaufene Jahr stellt das Management ein Bruttowarenvolumen von 760 bis 800 Mio. € in Aussicht. Für 2023 werden hier 700 Mio. € erwartet. Der Umsatz soll zwischen 460 und 470 Mio. € landen, während für 2023 440 Mio. € anvisiert werden. Beim bereinigten Ebitda sollen 24 bis 28 (Prognose 2023: 20) Mio. € hängen bleiben. Der Geschäftsbericht für 2023 ist für den 17. Mai angekündigt.

Endor  schraubt Ziele zurück; (B):

Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses hat der Hersteller von High-End-Lenkrädern und Pedalen seine Prognose für 2023 nach unten korrigiert. Aufgrund von Lieferengpässen im Abschlussquartal dürfte der Umsatz nur noch zwischen 102 und 106 Mio. € landen. Bisher wurden Erlöse von 105 bis 115 Mio. € angepeilt. Auch die restlichen Ergebnisse werden dadurch negativ belastet. Die genaue Höhe der Effekte kann derzeit zwar nicht genau beziffert werden, die Ebitda-Marge dürfte mit –10 bis –15 % jedoch deutlich ins Minus rutschen. Zuvor war der Vorstand von einer Marge im positiven mittleren einstelligen %-Bereich ausgegangen. Das finale Zahlenwerk ist für Juli angekündigt. Für 2024 wird derweil mit Erlösen von 115 bis 125 Mio. € gerechnet. Die Ebitda-Marge soll mit 8 bis 10 % wieder in den positiven Bereich drehen.

Einhell  setzt auf 2024; (B+):

Der Umsatz entwickelte sich in 2023 nach bisher vorläufigen Berechnungen aufgrund einer spürbaren Konsumzurückhaltung im Abschlussquartal auf Jahressicht schwächer. Demnach setzte der Hersteller von Produkten für Heimwerker und -gärtner mit 972 Mio. € insgesamt weniger um. Im Vergleichszeitraum standen 1,03 Mrd. € in den Büchern. Im April wird das vollständige Zahlenwerk vorgestellt. Vor allem der erfolgreiche Ausbau der Power X-Change Plattform sowie die Umsetzung der Internationalisierungsstrategie dürften in 2024 die Ergebnisse wieder anschieben und den Umsatz wieder über die 1 Mrd. €-Marke hieven.

MeVis Medical Sol.  schwächere Ergebnisse; (B):

Das Softwareunternehmen für medizinische Bildgebung musste im Geschäftsjahr 2022/23 (per Ende September) einen Rückgang im Lizenzgeschäft hinnehmen. Insgesamt fielen die Erlöse auf 17,3 (18,8) Mio. € zurück. Auch das Ebit setzte von 7,9 Mio. € im Vorjahr auf 3,9 Mio. € zurück. Nach Steuern stand mit 4,9 (7,8) Mio. € ebenfalls weniger in den Büchern. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einer leichten Erholung des Geschäfts und stellt einen Umsatz von 18,0 bis 18,5 Mio. € in Aussicht. Das Ebit soll sich dann bei 4,5 bis 5,0 Mio. € einfinden.

DWS  mit ersten Ergebnissen; (B):

Die Dt. Bank-Fondstochter konnte im vergangenen Jahr das verwaltete Vermögen ersten Berechnungen zufolge mit 896 (821) Mio. € weiter ausbauen. Das Unternehmen, welches in letzter Zeit vor allem aufgrund von Greenwashing-Vorwürfen für Schlagzeilen sorgt, musste bei den bereinigten Erträgen hingegen ein Minus von 3 % auf 2,6 Mrd. € verzeichnen. Auch der bereinigte Vorsteuergewinn fiel mit 937 Mio. € geringer aus. Im Vorjahr standen hier 1,06 Mrd. € in den Büchern. Das vollständige Zahlenwerk ist für den 14. März angekündigt.

Cherry  bleibt deutlich hinter Erwartungen; (B–):

Aufgrund eines langsameren Wachstums im Abschlussquartal sowie einer schwächeren Nachfrage nach Computer-Peripheriegeräten (internes oder externes Gerät zur Datenein- und -ausgabe) im B2B-Geschäft wird der Hersteller von Teilen für Computertastaturen in 2023 hinter den eigenen Zielen zurückbleiben. Ersten Berechnungen zufolge sank der Umsatz auf 126,0 (Vj.: 132,5) Mio. €, während 140 Mio. € in Aussicht gestellt wurden. Die bereinigte Ebita-Marge wird nur noch bei rund 2,0 (11,5) % erwartet (Bericht: 28. März). Hier wurden zuvor rund 10 % anvisiert. Das Unternehmen hat bereits Restrukturierungs-, Kostensenkungs- und Transformationsmaßnahmen angekündigt, welche zeitnah greifen sollen.

Vita34  dreht auf; (B+):

Zwar blieb die Nabelschnurblutbank in 2023 nach bisher untestierten Zahlen teilweise hinter den eigenen Erwartungen zurück, im Vergleich zum Vorjahr konnten die Ergebnisse jedoch deutlich gesteigert werden. Mit voraussichtlich 76,8 Mio. € Umsatz wurde der Vorjahreswert von 68,9 Mio. € deutlich übertroffen und die anvisierte Spanne von 75,0 bis 82,0 Mio. € erreicht. Das Ebitda blieb derweil mit 4,0 Mio. € aufgrund von Einmalbelastungen unterhalb der prognostizierten Spanne von 5,5 bis 7,0 Mio. €. Im Vorjahr verbuchte das Unternehmen jedoch noch einen Verlust von –3,6 Mio. €. Für den 30. April ist der Geschäftsbericht angekündigt, dann dürfte auch eine Prognose für 2024 folgen.