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@novonordisk/GettyImages

Novo Nordisk hebt Prognose erneut an

Kopenhagen – Der dänische Pharmakonzern hat wegen des guten Marktstarts der Wegovy-Abnehmpille erneut seine Prognose erhöht. So rechnet der Konzern bei dem um Währungseffekte bereinigten Umsatz jetzt maximal mit einem Rückgang um 6 % und im besten Fall mit einer Stagnation. Zuvor hatte Novo Nordisk mit einem Umsatzrückgang von bis zu 12 % in Aussicht gerechnet. Anfang des Jahres waren es sogar noch bis zu 13 % gewesen. Auch beim operativen Gewinn geht Konzernchef Maziar Mike Doustdar jetzt nur noch von einem Rückgang von maximal 6 % aus. 

Im 2. Quartal legte der um Sondereffekte bereinigte Erlös um 6 % auf 78,5 Mrd. DKK zu. Ohne die Umrechnungsfolgen durch die starke heimische Krone wäre der Umsatz sogar um 7 % gestiegen. Der bereinigte operative Gewinn zog um 8 % auf 33,4 Mrd. DKK an und auch nach Steuern konnten die Dänen ein Gewinnwachstum um 5 % auf 27,42 Mrd. DKK auf bereinigter Basis verbuchen. 

Unterdessen will Novo Nordisk seine Abnehmpille Wegovy in Kürze auch in Deutschland auf den Markt bringen. Das Mittel habe trotz wachsender Konkurrenz rund 90 % des Marktes für orale Adipositas-Präparate erobert, sagte Konzernchef Mike Doustdar. 

Trotz erhöhter Prognose wurde Novo Nordisk von den Investoren zunächst abgestraft. Grund dafür waren leicht verfehlte Erwartungen an den Umsatz mit der neuen Wegovy-Pille sowie ein Rückschlag bei einer klinischen Studie für das Adipositas-Medikament der nächsten Generation, CagriSema. Langfristig bietet Novo Nordisk dennoch durchaus Kurspotenzial, das man nicht ignorieren sollte; (A–).