Wien – Der österreichische Energiekonzern hat im 2. Quartal einen überraschend kräftigen Gewinnsprung verbucht. Angetrieben von gestiegenen Öl- und Gaspreisen sowie hohen Raffineriemargen kletterte das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (CCS) um 65 % auf 1,71 Mrd. €. Der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen fuhr dabei von 5,8 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 8,1 Mrd. € vor. Unter dem Strich entfiel auf ie Aktionäre ein Gewinn in Höhe von 529 Mio. € und damit ebenfalls deutlich mehr als die im Vorjahreszeitraum eingefahrenen 242 Mio. €. "OMV hat trotz eines stark volatilen Marktumfelds und trotz regulatorischer Markteingriffe im 2. Quartal 2026 ein starkes Ergebnis geliefert", sagte Konzernchef Alfred Stern. “Alle Geschäftsbereiche trugen positiv zu unserem Ergebnis bei.” Der bereinigte operative Cashflow stieg auf 1,16 Mrd. €, nach 831 Mio. € im Vorjahr.
In der größten Sparte, der Öl- und Gasförderung, stieg das operative Ergebnis um die Hälfte auf 885 Mio. €. Gestiegene Preise glichen hier geringere Verkaufsmengen infolge des Nahost-Konflikts aus. Im Kraftstoffgeschäft kletterte das Ergebnis dank höherer Auslastung und gestiegener Raffineriemargen von 242 Mio. € auf 446 Mio. €. Die Chemiesparte verdoppelte derweil ihr Ergebnis auf 429 Mio. €. Hier profitierte OMV von höheren Preisen sowie von Beiträgen des neuen Gemeinschaftsunternehmens Borouge International mit dem Partner Adnoc aus Abu Dhabi.
Für das Gesamtjahr passte OMV die Prognosen an: Die Gesamtproduktion wird nun zwischen 280.000 und 290.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (boe/d) erwartet, nach 305.000 boe/d im Vorjahr. Dabei geht der Konzern von einem durchschnittlichen Brent-Ölpreis zwischen 85 und 95 $ je Barrel aus. Die europäische Raffineriemarge soll bei rund 20 $ je Barrel liegen (zuvor 10 bis 15 $).
OMV lässt man weiter im Depot fördern; (B+).