New York – Pfizer blickt nach einem unerwartet starken Wachstum im 2. Quartal positiver auf die Umsatzentwicklung im Gesamtjahr. Der Erlös soll nun bei 60,5 bis 62,5 Mrd. $ herauskommen. Das untere Ende der Bandbreite liegt nun 1 Mrd. $ höher als zuvor.
Konzernchef Albert Bourla sprach von einem "starken 2. Quartal". Im Berichtszeitraum setzte der Pharmamulti, auch dank hoher Zuwächse bei seinem Kassenschlager Eliquis (Blutverdünner), mit gut 15 Mrd. $ rund 3 % mehr um als ein Jahr zuvor. Der bereinigte Gewinn sank leicht auf 0,77 (0,78) $ Dollar je Papier. Unter dem Strich stand ein Verlust von –248 Mio. $, nachdem einem Überschuss von 2,9 Mrd. $ vor einem Jahr. Für den Verlust waren vor allem milliardenschwere Abschreibungen für eine gefloppte Studie mit einem Lungenkrebsmedikament verantwortlich.
Zudem verschärft Pfizer seine Sparmaßnahmen. Die Kosten sollen um weitere 1 Mrd. $ sinken. Erreicht werden soll dies von 2027 bis 2029 durch die Optimierung von Produktportfolio und Netzwerk sowie durch Produktivitätssteigerungen. Inklusive der bis Ende 2026 geplanten Kostensenkungen von rund 5,7 Mrd. $ sollen sich Einsparungen damit bis 2029 auf 6,7 Mrd. $ summieren.
Anleger mit starken Nerven und Durchhaltevermögen setzen sich Pfizer dennoch bereits auf die Watchlist; (B+).