Angetrieben von seinen jüngsten Zukäufen will der DAX-Konzern im laufenden Geschäftsjahr weiter kräftig wachsen. In 2025 beschleunigten die Erlöse um 29 % auf 9,94 Mrd. €. Das Ebit vor Sondereffekten kletterte um 33 % auf 1,84 Mrd. €. Somit verbesserte sich die operative Ergebnismarge auf 18,5 %. Von 808 auf 835 Mio. € weitete Rheinmetall außerdem sein Nettoergebnis aus. Der HV am 12. Mai wird nach der guten Geschäftsentwicklung eine Dividendenerhöhung auf 11,50 (8,10) € je Aktie vorgeschlagen.
Angesichts der Aufrüstung der NATO-Staaten kann sich der Konzern vor Aufträgen kaum retten und peilt entsprechend für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzplus um 40 bis 45 % auf 14,0 bis 14,5 Mrd. € an. Die operative Marge wird bei 19,0 % anvisiert.
Außerdem machte das Management deutlich, dass man kein Interesse am Fahrzeug-Werk von VW in Osnabrück hat. Der Produktionsstandort hätte sich zur Herstellung von 6x6-Radpanzern angeboten. Derzeit kommt Rheinmetall aber mit seinen eigenen Kapazitäten in dem Bereich aus.
Der Verkauf des schwächelnden Autozulieferergeschäfts scheint sich zu verzögern. Die Transaktion könnte erst im 2. oder auch im 3. Quartal 2026 über die Bühne gehen, teilte Vorstandschef Armin Papperger mit.
Rheinmetall zählt ganz klar zu den Defensiv-Titeln im Depot; (B+).