Die US-Tochter RWE U.S. Offshore hat sich mit dem US-Innenministerium darauf geeinigt, Pachtverträge für Offshore-Windflächen vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben. Hintergrund ist, dass für die Projekte auf absehbare Zeit keine Genehmigungen zu erwarten sind. Im Gegenzug erhält der Essener Energiekonzern Ausgleichszahlungen von 1,22 Mrd. US-$, nachdem zuvor bereits mehr als 1 Mrd. US-$ in die Entwicklung der Standorte investiert worden war.
RWE will die frei werdenden Mittel nun in Projekte mit höherer Planungssicherheit lenken. In den USA stehen dabei unter anderem eine Beteiligung an einem LNG-Terminal in Louisiana sowie der Ausbau flexibler Gaskraftwerkskapazitäten im Fokus. Insgesamt plant der Konzern, in den kommenden sechs Jahren rund 17 Mrd. € in den US-Markt zu investieren und die Erzeugungskapazität bis 2031 von derzeit 13 auf 22 GW auszubauen.
An seiner langfristigen Strategie im Bereich Offshore-Wind hält der Konzern dennoch fest. Weltweit betreibt das Unternehmen bereits 18 Offshore-Windparks, vier weitere Anlagen befinden sich im Bau. Hinzu kommen umfangreiche Entwicklungsprojekte, darunter zuletzt gesicherte Kapazitäten von 6,9 GW in Großbritannien.
Für RWE ist die Einigung positiv zu werten, da sie finanzielle Klarheit schafft und Kapital für renditestärkere Vorhaben freisetzt. Die defensive Aktie bleibt ein solider Depotbaustein; (B+).