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RWE mit Rückenwind Prognose wird erhöht

Der Start ins Geschäftsjahr scheint gut gelungen, zumindest hat der Versorger seinen Ausblick für 2022 noch einmal hochgeschraubt. So wird nun mit einem bereinigten Ebitda von 3,6 bis 4,0 (vorläufig 2021: 3,65) Mrd. € gerechnet. Bisher hatte die Messlatte bei 3,3 bis 3,6 Mrd. € gelegen. Im Kerngeschäft wird ein operatives Ergebnis zwischen 2,9 und 3,3 (2,76) Mrd. € avisiert. Hierzu gehören bei dem Essener Konzern der Energiehandel, die Segmente Off- und Onshore von Wind, Sonne sowie Wasser, Biomasse und Gas. Unterm Strich wird ein Gewinn von 1,3 bis 1,7 (2021: 1,6) Mrd. €, statt 1,1 bis 1,4 Mrd. € in Aussicht gestellt.

RWE gehört somit eindeutig zu den Profiteuren der hohen Energiepreise und die jüngste Anhebung der Ziele könnte auch durchaus als Antwort auf die heftige Kritik des aktivistischen Investors Enkraft gesehen werden. Dieser hatte bei seiner Forderung nach einer raschen Abspaltung des Kohlegeschäfts noch einmal nachgelegt. Enkraft-Chef Benedikt Kormaier stellte zuletzt die Qualifikation von Aufsichtsratsmitgliedern in Frage und kritisierte außerdem Konzernchef Markus Krebber erneut scharf.

Der Einstieg in die RWE-Aktie zu Beginn des Jahres hat sich als Volltreffer erwiesen. Es bietet sich nach wie vor eine gute Einstiegsgelegenheit, vor allem weil am Aktienmarkt damit gerechnet wird, dass die Prognose durchaus noch weiter ausbaufähig ist; (A–).