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Siemens Energy prüft Abspaltung

Siemens Energy hat den Wandel vom Sanierungsfall zum Profiteur des globalen Strombooms weitgehend geschafft. Lange belastete die Windkrafttochter Siemens Gamesa den Konzern mit Qualitätsproblemen bei Onshore-Turbinen, hohen Garantie- und Sanierungskosten sowie verlustreichen Altverträgen. Inzwischen verbessert sich die Lage: Der Verlust der Sparte ging zuletzt deutlich zurück, für das Gesamtjahr bleibt der operative Break-even das Ziel. Die Wachstumsdynamik des DAX-Konzerns kommt vor allem aus den Kernsparten Gas Services und Grid Technologies. Die weltweit steigenden Investitionen in Stromnetze, Transformatoren und Energieerzeugung treiben die Nachfrage. Der jüngste Großauftrag für ein Turbinen- und Generatorpaket für das Aurora-Kernkraftprojekt in den USA unterstreicht diese Positionierung.

Zusätzliche Fantasie liefern Berichte über eine mögliche Abspaltung der Sparte Transformation of Industry, in der unter anderem Industriekompressoren und Dampfturbinen gebündelt sind. Siemens Energy prüft nach eigenen Angaben die langfristig beste Struktur für das Geschäft; eine Entscheidung über einen Spin-off oder Börsengang gibt es bislang nicht.

Entscheidend für die Aktie bleibt, ob die Kernsparten ihre Dynamik halten und Siemens Gamesa den Weg in die Gewinnzone fortsetzt