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Spannung vor EZB-Entscheid

Vor der heute anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank hielten sich die Anleger zuletzt zurück. Das gestern erreichte Allzeithoch, welches bei 16.336,27 Punkten erreicht wurde, bleibt jedoch in Reichweite. Nach dem gestrigen Börsenschluss wurde die Entscheidung der US-Notenbank Fed verkündet. Es wurde bereits erwartet und tatsächlich legt die Fed eine Zinspause ein. Die Notenbanker belassen den Leitzins vorerst in der Spanne von 5,0 bis 5,25 %. Allerdings signalisierten die Währungshüter weitere Zinsanhebungen in diesem Jahr. Zum Jahresende peilen sie ein Zinsniveau von 5,6 % an. Heute steht mit dem Zinsentscheid der Europäische Zentralbank (EZB) der nächste wichtige Notenbanktermin dieser Woche an. Dass die EZB ihre Leitzinsen weiter anhebt, kann als nahezu sicher gelten. Beobachter rechnen mit einer weiteren Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte. Die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen durch die Fed im Verlauf dieses Jahres hatte die Wall Street gestern belastet. Der Dow Jones verlor 0,7 % auf 33.979 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen 0,4 % auf 13.626 Punkte vor und der S&P 500 legte 0,1 % auf 4.373 Stellen zu.

In einem Gerichtsfall in London gegen die Credit Suisse (CS) im Skandal um sogenannte "Thunfisch-Anleihen" in Mosambik haben die Anwälte der Schweizer Bank Medienberichten zufolge eine Abweisung der Klage beantragt. Ein faires Verfahren sei nicht möglich, weil die Regierung Mosambiks keine Dokumente offenlege. In dem Verfahren geht es um die Rolle der CS bei der Vermittlung von Krediten und Anleihen an das afrikanische Land von mehr als 2 Mrd. $, mit denen unter anderem der Aufbau einer Thunfischfangflotte bezahlt werden sollte. Allerdings wurden dabei offenbar Gelder in großem Umfang "zweckentfremdet". Mit der Anfang dieser Woche vollzogenen Übernahme der Credit Suisse hat die UBS auch umfangreiche juristische Altlasten übernommen. Die CS hatte 2021 in einem Vergleich mit den Aufsichtsbehörden der USA, Großbritanniens und der Schweiz in diesem Fall eine Buße von 475 Mio. $ bezahlt.

Airbus rechnet in den nächsten 20 Jahren mit einem weiter steigenden Bedarf an Passagier- und Frachtjets. Zwischen 2023 und 2042 würden weltweit voraussichtlich 40.850 neue Verkehrsmaschinen benötigt, hieß es von dem DAX-Konzern. Das sind 1.360 Maschinen mehr, als der Flugzeugbauer vergangenes Jahr für die folgenden zwei Jahrzehnte vorausgesagt hatte. Hauptgrund sei eine verstärkte Erneuerung der Flotten durch weniger spritdurstige Maschinen.