New York – Der E-Autopionier hat seine Führungsposition als weltweit führender Hersteller von elektrischen Fahrzeugen an den chinesischen Konkurrenten BYD verloren. CEO Elon Musk versucht zudem derzeit den Fokus des Konzerns auf die Bereiche Künstliche Intelligenz und Robotik zu verlagern, wodurch das Geschäft mit E-Autos in den Hintergrund rücken soll. Der Absatz ging alleine im 4. Quartal um 16 % zurück. Auf Jahressicht sanken die Auslieferungen um 9 % auf 1,6 Mio. Fahrzeuge. Der Umsatz gab in 2025 auf Konzernebene von 97,7 auf 94,8 Mrd. $ nach. Das bereinigte Ebitda sank auf 14,6 (16,1) Mrd. $ und der auf die Aktionäre entfallende Gewinn brach auf 3,79 Mrd. $ ein. Im Vorjahr fuhr Tesla noch einen Gewinn von 7,09 Mrd. $ ein.
Derzeit investiert das Unternehmen vermehrt in die Forschung und Entwicklung der Bereiche Robotik und KI, was im Schlussquartal für einen Rückgang des free Cashflows um 30 % auf 1,4 Mrd. $ sorgte. CEO Elon Musk will sein Augenmerk in Zukunft auf den Ausbau der KI-Fähigkeiten von Tesla richten. Gleichzeitig muss sich das Unternehmen angesichts der zunehmenden Konkurrenz im hart umkämpften EV-Markt behaupten. Derzeit hat Tesla vor allem mit der veralteten Fahrzeugpalette und den sinkenden staatlichen Subventionen, wodurch potenzielle Käufer fernbleiben, zu kämpfen. Musk hatte bereits Ende Juli gewarnt, dass Tesla "ein paar schwierige Quartale vor sich haben könnte", obwohl das Unternehmen im 3. Quartal einen Verkaufsrekord erzielte. Allerdings hatten sich Käufer in den USA noch beeilt, EVs zu kaufen, bevor eine Steuervergünstigung des Bundes in Höhe von 7.500 $ im September 2025 auslief.
Im November genehmigten die Tesla-Aktionäre derweil ein neues Vergütungspaket für Musk (mehr dazu lesen Sie hier), das einen Wert von bis zu 1 Bill. $ haben könnte, wenn er eine Reihe von Zielen über einen Zeitraum von zehn Jahren erreicht. Der Vorstand von Tesla erklärte, das teure Paket sei notwendig, um Musk an das Unternehmen zu binden, während es sich vom Verkauf von Elektrofahrzeugen hin zu KI und Robotik wandelt.
Auch der E-Autopionier springt auf den KI-Zug auf. Der geplante Konzernwandel wird jedoch Zeit brauchen. Die Aktie ist weiterhin nur etwas für Anleger mit starken nerven; (B).