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UMG enttäuscht Anleger

Amsterdam – Das Plattenlabel von Taylor Swift, Lady Gaga und Bad Bunny, die Universal Music Group, hat mit den Einnahmen aus Abonnements die Anleger enttäuscht. Nach dem Boom in der Coronapandemie hat sich das Wachstum in den vergangenen Jahren abgekühlt. Auf Halbjahressicht kletterte der Umsatz auf 6,2 (5,9) Mrd. €. Hier machte sich der im Februar erfolgte Kauf der Downtown Music Holdings positiv bemerkbar. Der bereinigte Nettogewinn gab derweil auf 863 (882) Mio. € nach. Hier ist die Downtown-Übernahme herausgerechnet.  

Die Einnahmen aus Abonnements stiegen um 6,7 %, nach einem Plus von 7,9 % im Q1 und lagen damit deutlich unter den Analystenerwartungen. Als Reaktion kündigte das UMG-Management unter anderem an, es werde die Hälfte seiner rund 3 %ige Beteiligung an Spotify verkaufen und die Mittel für den Rückkauf von Aktien verwenden. Konkret sollen nun statt für 500 Mio. € Aktien für 1 Mrd. € zurückgekauft werden. 

Vor rund zwei Monaten hatte das Management des Unternehmens ein Angebot von Bill Ackmans Pershing Square Capital über 65 Mrd. $ einstimmig abgelehnt, mit der Begründung, der Vorschlag unterbewerte den Konzern. Der Milliardär hatte versucht, Universal in den USA an die Börse zu bringen. Er erklärte, der Aktienkurs habe aufgrund von Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Anteil von Bolloré am Unternehmen, der unzureichenden Nutzung der UMG-Bilanz und dem Fehlen eines öffentlich bekannt gegebenen Kapitalallokationsplans stagniert.

Bei UMG setzt sich die Talfahrt fort. Hier schaltet man sich nicht zu; (B–).