Trotz der Freude über die Einigung im US-Schuldenstreit sorgte die Unklarheit über die künftige Zinspolitik der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank für Unsicherheit bei den Anlegern. Zu Wochenstart rutschte der DAX wieder unter die Marke von 16.000 Punkten. Experten hoffen, dass die Fed ihre Leitzinsen nicht im Juni sondern erst wieder im Juli anhebt. Für heute sind die Zahlen zu den Auftragseingängen der Industrie angekündigt. Nach einem überraschenden starken Minus von 10,7 % im März hoffen Analysten auf ein deutliches Plus. Aufgrund der unklaren Aussichten der Notenbankkurse hielten sich auch die Anleger an der Wall Street zum Wochenauftakt zurück. Der Dow Jones schloss 0,6 % tiefer bei 33.562 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 % auf 13.229 Punkte und der S%P 500 beendete den Handel 0,2 % leichter auf 4.273 Stellen.
Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC hat der iPhone-Konzern Apple seine lang erwartete Datenbrille vorgestellt – es ist die erste Produktneuheit seit 9 Jahren. Im Zuge dessen erklomm die Aktie ein neues Rekordhoch und der Börsenwert näherte sich der 3 Bill. $-Marke. Damit ist Apple das wertvollste Unternehmen der Welt.
Der weltgrößte Halbleiterhersteller TSMC sieht Probleme für seine Pläne, in Dresden ein neues Werk zu bauen. Auf einer Gesellschafterversammlung sagte TSMC-Verwaltungsratschef Mark Liu, die Verhandlungen mit der deutschen Seite dauerten an. Der taiwanische Chipfertiger habe Besorgnisse über bestimmte Fragen, etwa die Lieferketten in Deutschland und die Verfügbarkeit von Fachkräften. Deutsche Studenten könnten nach Taiwan entsendet werden, um sie dort in den betreffenden Feldern auszubilden. Unklar sei weiter, wie viel staatliche Förderung TSMC in Deutschland bekommen könne.