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US-Regierung geht gegen Nvidia vor

New York – Die US-Handelsbehörde FTC will die geplante Übernahme des britischen Chipdesigners Arm durch Nvidia auf den letzten Metern verhindern. Die Übernahme würde einem der größten Chip-Anbieter Kontrolle über Rechentechnologie und Designs geben, die konkurrierende Unternehmen benötigten, um eigene Computerchips zu entwickeln, begründete die FTC ihre Entscheidung.

Nvidia hatte den 40 Mrd. $-Deal im September 2020 angekündigt. Zwischenzeitlich hatten sich bereits mehrere große Konzerne wie die Google-Mutter Alphabet und Microsoft  kritisch zu dem Geschäft geäußert. Die Bedeutung von Arm für die Halbleiterbranche ist signifikant. Von dem derzeit zum japanischen Konglomerat Softbank  gehörenden Unternehmen stammt die Grund-Architektur der Chips, die in praktisch allen Smartphones und den meisten Tablet-Computern verwendet werden.

Im Sommer 2021 hatten zudem die britischen Wettbewerbshüter eine vertiefte Prüfung des Kaufs angekündigt. Zudem will die EU-Kommission die Übernahme genauer prüfen, wie es Ende Oktober hieß.

Nvidia hat bereits eine mehr als steile Performance hingelegt, daran dürfte auch die Einmischung der FTC nichts ändern. Dennoch könnten erste Gewinnmitnahmen hier durchaus nicht schaden; (B+). 

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