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Zalando mit dem neuen „Normal“

 

Höhere Ausgaben u.a. für Marketing belasteten der Quartalsergebnis des Modehändlers. Nachdem der Einzelhandel nach den Lockdowns seine Geschäfte wieder geöffnet hat, kommt es sodann zu einer Normalisierung der Wachstumsraten.

Immerhin wurde die Zahl der aktiven Kunden um 29,5 % auf 35,6 Mio. ausgeweitet. Der Umsatz wuchs mit 23,4 % auf knapp 2,3 Mrd. € nur wenig schwächer. Dagegen brach das Ebit massiv von 118,2 auf 9,8 Mio. € ein. Unterm Strich sackte das Ergebnis mit –8,4 Mio. € in die Verlustzone ab. Nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 58,5 Mio. € anfiel. Hier hatten sich seinerzeit Auflösungen von Wertberichtigungen (35 Mio. €) und niedrigere Rabatte mit für den Ergebnisswing gesorgt. Im Q3 2021 hingegen mussten deutlich stärkere Rabatte gewährt werden, um wieder mit dem Einzelhandel Schritt zu halten. Neben den hohen Marketingkosten investierte der DAX-Neuling auch in die Expansion in neue Märkte.   

Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen, das inzwischen in 23 Ländern aktiv ist, dennoch. Zalando erwartet ein Umsatzplus zwischen 26 und 31 % auf bis zu 10,5 Mrd. €. Das bereinigte Ebit in der oberen Hälfte der Spanne von 400 bis 475 Mio. € liegen. Auf den ersten Blick erscheint dies nach dem aktuellen Gewinneinbruch ambitioniert. Doch in den 3 Quartalen zusammen fuhr Zalando bereits 287 Mio. € ein. Das Schlussquartal ist traditionell außerdem sowieso immer das stärkste.

Bei Zalando waren die Teilgewinnmitnahmen des ES eine Punktlandung. Grundsätzlich ist die Aktie nach dem jüngsten Dämpfer weiterhin vielversprechend; (A–).

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