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Zinssorgen belasten Wall Street

Nachdem der dt. Leitindex zuletzt zwei Verlusttage hinnehmen musste, startete er zur Wochenmitte einen Erolungsversuch. Das Aufwärtspotenzial scheint aber begrenzt, da die erneut aufkommenden Zinssorgen an der Wall Street auch hierzulande auf die Stimmung der Anleger drücken könnte. Nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende schloss der Dow Jones gestern 0,7 % tiefer auf 34.053 Punkten. Die Technologiebörse Nasdaq gab 0,2 % auf 13.667 Zähler nach und der S&P 500 büßte 0,5 % auf 4.388 Stellen ein. Nach der Pause bei weiteren Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gehen in den USA nun doch wieder Zinsängste um. In den vergangenen Tagen hatten einige führende US-Notenbanker wegen der nur langsam zurückgehenden Inflation weitere Zinserhöhungen angedeutet. Investoren warten deshalb gespannt auf die halbjährliche Anhörung des US-Notenbankchefs Jerome Powell vor einem Ausschuss des Kongresses, die heute stattfindet.

Nach US-Börsenschluss sorgten noch schwache Zahlen des Post-Konkurrenten FedEx für Verdruss. FedEx hat im 4. Geschäftsquartal einen Gewinn- und Umsatzrückgang verzeichnet. Der Umsatz sank in den 3 Monaten per Ende Mai von 24,4 Mrd. auf 21,9 Mrd. $ und fiel damit schwächer aus, als von Analysten erwartet. Das operative Ergebnis sank ebenfalls. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis je Aktie fiel von 6,87 $ auf 4,94 $. 

VW-Chef Oliver Blume stellt heute auf einem Investoren-Treffen erstmals im Detail vor, wie er sich die kommenden Jahre im Hinblick auf Finanzen und Strategie vorstellt. Blume hat eine stärker auf den Kapitalmarkt ausgerichtete Gangart in Aussicht gestellt. Die Volkswagen-Tochter MAN Energy Solutions verkauft zudem ihr Geschäft mit Gasturbinen nach China. Ein Kaufvertrag mit der staatlichen chinesischen CSIC Longjiang GH Gas Turbine Co (GHGT) sei unterzeichnet worden, so Hersteller von Großdieselmotoren und Turbomaschinen. MAN Energy Solutions produziert und wartet mit rund 100 Mitarbeitern in Oberhausen und Zürich Gasturbinen, die etwa zur Energiegewinnung oder als Antrieb für Pipelines verwendet werden.

Tesla kommt seinem Ziel näher, den Standard für Ladeinfrastruktur für E-Autos in Nordamerika zu setzen. Der Chef von BTC Power, Frank Meza, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, sein Unternehmen werde ab dem kommenden Jahr ebenfalls Stecker des Typs Nacs an seinen Ladestationen anbieten. Die Firma mit Sitz in Kalifornien hat mehr als 22.000 Ladestellen verkauft. Auch das Startup Rivian will den Nacs-Standard übernehmen. General Motors und Ford hatten ebenfalls angekündigt, die Tesla-Variante zu verbauen.