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Commerzbank im Umbau

Stellenabbau, Filialschließungen und Verkauf von Tafelsilber: Mit harten Einschnitten will sich die Commerzbank gegen Zinstief und Ertragsschwäche stemmen. Voraussichtlich fallen etwa 4.300 Vollzeitstellen weg. Weil zugleich in strategischen Bereichen wie z.B. im Vertrieb und in der IT 2.000 Stellen geschaffen werden, verbleibt unter dem Strich ein Abbau von rund 2.300 Jobs. Das vergleichsweise große Filialnetz mit etwa 1.000 Standorten wird ausgedünnt. Etwa 200 Zweigstellen könnten geschlossen werden. Die Kosten für Stellenabbau und Filialschließungen werden nach derzeitiger Berechnung auf rd. 850 Mio. € beziffert. Mittelfristig rechnet das Geldhaus mit sinkenden Kosten: 2023 sollen die Kosten um rd. 600 Mio. € unter denen von 2019 liegen. 750 Mio. € sollen wiederum in digitale Angebote investiert werden. Das Geld für diese Investitionen soll maßgeblich aus dem Verkauf der polnischen Tochter mBank kommen. Die vergleichsweise profitable mBank ist an der Warschauer Börse derzeit mit 3,1 Mrd. € bewertet. Die Frankfurter halten 69,3 % an dem Institut. Dagegen will die Commerzbank ihre Online-Tochter Comdirect, an der sie gut 82 % hält, ganz übernehmen. Für den Fall eines Übernahmeangebots soll den Comdirect-Aktionären eine Prämie von 25 % auf den Aktienkurs geboten werden. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, die bisher erfolgreiche Arbeit der Tochter auf die Kunden der Commerzbank direkt zu übertragen. Es würde somit zu einer Ausweitung der Privatkunden-Sparte kommen.

Ob dies der große Wurf für die Commerzbank (akt. Kurs: 5,31 €) ist, bleibt abzuwarten; (B+). 

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