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Didi fährt an der Börse vor

  • Der Online-Sporthändler Signa Sports United will mit einem Spac fusionieren und so an die New Yorker Börse gehen. Durch das Zusammengehen mit Yucaipa Acquisition Corporation werde das neue Unternehmen mit rund 3,2 Mrd. $ bewertet. Die bisherigen Aktionäre des Sporthändlers bringen alle ihre Anteile in die neue börsennotierte Aktiengesellschaft ein. Zu Signa Sports, das dem österreichischen Investor und Karstadt-Eigentümers Rene Benko gehört, zählen Portale wie Fahrrad.de, Tennis Point und Outfitter. Bei der Transaktion soll Kapital in Höhe von 645 Mio. $ aufgenommen werden. Dabei steuere Yucaipa selbst gut 345 Mio. $ zu. Der Rest wird durch eine Barkapitalerhöhung eingenommen. Zudem will Signa Sports mit dem Geld die Übernahme des britischen Online-Sportartikelhändlers WiggleCRC finanzieren. Der Zukauf werde zeitgleich zur Fusion mit Yucaipa unterzeichnet. Der bisherige WiggleCRC-Eigentümer Bridgepoint werde in diesem Zuge Miteigentümer von Signa Sports. Den Angaben zufolge ist WiggleCRC der weltweit zweitgrößte Online-Fahrradhändler.
  • Der chinesische Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing bereitet aktuell einen Börsengang in den USA vor. Das Unternehmen reichte dazu jüngst einen entsprechenden Antrag bei der Börsenaufsicht SEC ein. Aus den Unterlagen geht allerdings noch kein konkreter Zeitraum für das IPO hervor. Der Uber-Rivale ließ bislang auch noch offen, an welche US-Börse er strebt. Infrage kommen die New York Stock Exchange und die Nasdaq. Fest steht bereits, dass die Aktien unter dem Tickerkürzel „DIDI“ gelistet werden sollen. Ersten Gerüchten zufolge, peilt Didi eine Gesamtbewertung von mehr als 70 Mrd. $ an. Damit dürfte es einer der größten Tech-Börsengänge des Jahres werden. Das Unternehmen musste im vergangenen Jahr allerdings einen erheblichen Umsatzrückgang auf 21,6 Mrd. $ verkraften, wie aus den SEC-Dokumenten hervorgeht. Dieser dürfte vor allem auf die Coronapandemie zurückzuführen sein. Vorher verzeichnete Didi deutliches Wachstum. In den vergangenen drei Jahren schrieb das Unternehmen zudem rote Zahlen. Im 1. Quartal 2021 schaffte Didi jedoch einen Nettogewinn von 873 Mio. $. In seinem Heimatmarkt setzte sich Didi in einem erbitterten Preiskampf gegen Uber durch. Das US-Unternehmen kapitulierte 2016 und gab sein China-Geschäft im Gegenzug für eine Beteiligung an Didi ab. Dadurch hält Uber jetzt 12,8 % an den Chinesen.
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