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Infineon ohne Furcht und Tadel

„Neben der wirtschaftlichen Erholung kommt uns der Digitalisierungsschub in allen Lebensbereichen zugute“, erläuterte Vorstandschef Reinhard Ploss bei der Präsentation der Zahlen zum Auftaktquartal 2020/21. Bei einem Umsatzanstieg zum Vorquartal um 6 % auf 2,6 Mrd. € verbesserte sich das Segmentergebnis deutlich um 29 % auf 489 Mio. €. Unterm Strich ergab sich somit ein Gewinn von 256 (109) Mio. €. Auch zum Q1 2019 konnte der Chipproduzent bei den Erlösen und dem Gewinn deutlich zulegen. Allerdings sind die Zahlen nur bedingt vergleichbar, da die Übernahme des US-Konzerns Cypress erst im April 2020 abgeschlossen wurde.

Wachstumstreiber war das Automobilgeschäft, da sich der weltweite Fahrzeugmarkt nach dem Coronaeinbruch im vergangenen Frühjahr schneller erholt hat als gedacht. Hinzu kommt der beschleunigte strukturelle Wandel hin zur Elektromobilität. Gegenwind lieferte hingegen der schwache US-Dollar.

Laut Ploss bekommt der Konzern deutlich den Digitalisierungsschub zu spüren und plant deshalb, die Fertigungskapazitäten weiter auszubauen. Der Start der neuen Halbleiterfabrik im österreichischen Villach wird darum auf das Q4 vorgezogen. Ins-gesamt wurde die Höhe der Investitionen für das lfd. Geschäftsjahr von ursprünglich 1,4 bis 1,5 Mrd. € auf 1,6 Mrd. € hochgeschraubt. Auch die Prognose wird erhöht. So werden für 2020/21 Erlöse von 10,8 Mrd. € (+/–5 %) in Aussicht gestellt (bisher: 10,5 Mrd. €). Ebenso soll die Segmentergebnis-Marge mit 17,5 (13,7) % besser ausfallen als mit zunächst 16,5 % geplant.

Teilgewinnmitnahmen sind bei unserem Musterdepot-Wert Infineon durchaus sinnvoll; (B+).

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