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Neues aus den USA

 Das Cloud-Geschäft lässt bei Microsoftauch weiterhin die Kassen klingeln. Der Technologiekonzern konnte seinen Umsatz im 2. Geschäftsquartal um 14 % auf rd. 37 Mrd. $ steigern. Der Nettogewinn schoss sogar um ganze 39 % auf knapp 11,7 Mrd. $ nach oben. Auch der Ausblick übertraf die Erwartungen. Im laufenden Geschäftsjahr will Microsoft die operative Marge um zwei Prozentpunkte verbessern – was der Konzern bislang ausgeschlossen hatte.

Microsoft ist nicht zu stoppen, dabeibleiben; (B+).

 Angesichts wachsender Konkurrenz durch Biosimilars musste Pfizer2019 wie erwartet einen Umsatzrückgang verbuchen. Insgesamt fielen die Erlöse mit 51,75 Mrd. $ 4 % geringer aus. Auch für 2020 rechnet der Konzern bei Umsätzen von 48,5–50,5 Mrd. $ mit weniger Ertrag. U.a. gute Geschäfte im Biopharmabereich und der Zusmmenschluss des Consumer Healthcare-Bereichs mit dem Konkurrenten GlaxoSmithKline im vergangenen Jahr ließen den Gewinn nach Steuern indes auf 16,27 (11,15) Mrd. $ ansteigen.

Pfizer ist nach wie vor vielversprechend; (B+).

 Der Umbau von General Electrickommt laut CEO Larry Culp langsam aber sicher voran. Im Q4 überraschte das Unternehmen mit einem um 30 % höheren Gewinn aus fortgeführten Geschäften von 663 Mio. $. Im Gesamtjahr konnte der Verlust aus fortgeführten Geschäften zudem auf –44 Mio. $ verringert werden. Im Vorjahr hatte hier noch der rasante Fehlbetrag von –21,4 Mrd. $ in der Bilanz gestanden. Der Umsatz lag im Gesamtjahr mit 95,2 Mrd. $ gut 2 % tiefer. Allerdings bleibt Culp auf Jahressicht vorsichtig. Demnach soll sich der bereinigte Gewinn je Aktie in 2020 auf 0,50–0,60 (0,65) $ belaufen.

GE hat schon viel geschafft, aber auch noch viel Wegstrecke vor sich; (B).

 Der Luftfahrtriese Boeinghat wegen der Krise um die 737 MAX-Reihe einen millionenschweren Verlust erlitten. Insgesamt krachte das Ergebnis in 2019 mit –636 Mio. $ in die Verlustzone. Im Vorjahr flog Boeing noch einen Gewinn in Höhe von 10,46 Mrd. $ ein. Die Umsatzerlöse rutschten im Berichtszeitraum auf 76,56 (101,13) Mrd. $ ab.

Bei Boeing bleibt man am Boden; (B).

 Die Umsätze konnte der Telekommunikationskonzern AT&Tzwar um 6,1 % auf 181,2 Mrd. $ steigern. Wegen eines Rückgangs bei seinen Pay-TV-Abonnenten musste AT&Taber dennoch 2019 einen Gewinnrückgang verkraften. Nach Steuern fiel das Ergebnis mit 13,96 Mrd. $ indes ganze 28 % geringer aus.   

Bei AT&T hält man aktuell die Füße still; (B+). 

 Der Fast-Food-Riese McDonald‘sprofitierte im vergangenen Geschäftsjahr 2019 u.a. von höheren Menüpreisen. Zwar blieben die Erlöse mit 21,08 (21,03) Mrd. $ in etwa auf Vorjahresniveau. Nach Steuern erzielte das Unternehmen jedoch mit 6,03 (5,92) Mrd. $ einen leichten Gewinnanstieg.

McDonald‘s lässt man sich weiter schmecken; (B+).

 Gute Snack-Absätze bescherten dem Milka-Konzern Mondelezim vergangenen Jahr Umsätze in Höhe 25,87 (25,94) Mrd. $. Netto erhöhte sich das Ergebnis von 3,39 Mrd. $ auf 3,89 Mrd. $. Im 1. Quartal rechnet Mondelez indes mit Einbußen aufgrund des Coronavirus. Momentan blieben wegen des sich ausbreitenden Virus zwei Fabriken in China geschlossen. China steuert gut 5 % zum Gesamtumsatz bei.

Mondelez bleibt eine schmackhafte Halteposition; (B+).

3Mwill mit einem neuen Geschäftsmodell und schlankeren Strukturen das Wachstum ankurbeln und effizienter werden. Dazu beitragen soll auch der Abbau von 1.500 Stellen weltweit. Damit sollen jährlich künftig vor Steuern 110–120 Mio. $ eingespart werden. Im lfd. Jahr sollen sich die Einsparungen bereits auf 40–50 Mio. $ belaufen. Auf bereinigter Basis erwartet das Unternehmen einen Gewinn je Aktie in der Bandbreite von 9,30–9,75 $. In 2019 erzielte 3M hier ein EPS von 7,81 $. Der Gesamtgewinn fiel aufgrund der Umbaukosten mit 4,57 (5,35) Mrd. $ etwas niedriger aus. Die Umsatzerlöse lagen bei 32,14 (32,77) Mrd. $.

Derzeit eher uninteressant; (B). 

Harley Davidsonächzt auch weiter unter dem Handelsstreit und der alternden Kundschaft. Im abgelaufenen Jahr fielen die Umsätze daher mit 4,57 (4,97) Mrd. $ weiter zurück. Und auch nach Steuern fuhr das Unternehmen ein verringertes Ergebnis von 423,6 (531,5) Mio. $ ein. Derzeit baut der Traditionskonzern seinen Fuhrpark um, um auch bei der jüngeren Kundschaft besser anzukommen. U.a. will Harley Davidson mit E-Bikes die Kurve kriegen.

Harley Davidson bleibt am Seitenrand geparkt; (B).

 Höhere Verkaufszahlen beim iPhone und bei tragbaren Gadgets wie AirPod-Kopfhörern oder der Apple-Watch ließen die Quartalsergebnisse von Appleauf Rekordniveau anschnellen. Insgesamt kletterten die Erlöse im Q1 um 9 % auf 91,8 Mrd. $. Der Gewinn erreichte dabei 22,2 Mrd. $ nach knapp 20 Mrd. $ im Vorjahr. Für das lfd. Quartal bis Ende März geht Apple von einem Umsatz in Höhe von 63–67 Mrd. $ aus.

Apple lässt man einfach weiterlaufen; (B+).

 Der anhaltend scharfe Wettbewerb brockte Ebayauch im abgelaufenen Geschäftsjahr geringere Ergebnisse ein. Der Umsatz blieb mit 10,80 (10,75) Mrd. $ zwar ungefähr auf Vorjahresniveau. Netto fiel der Gewinn allerdings mit 1,79 Mrd. $ nach 2,53 Mrd. $ im Vorjahr deutlich ab. Im lfd. Quartal rechnet die Online-Handelsplattform mit Erlösen in Höhe von 2,6 Mrd. $.

Ebay scheint sich auch weiterhin nicht zu fangen. Wem die Situation zu heiß wird, steigt vorzeitig aus; (B).

 Die Auswirkungen der schwachen Weltwirtschaft haben auch beim Kunststoff-Spezialisten Dow Inc.ihre Spuren hinterlassen. Die Umsätze gingen 2019 auf 10,2 (11,94) Mrd. $ zurück. Nach Steuern stand ein Verlust in Höhe von –2,31 Mrd. $ in der Bilanz. Auf Proforma-Basis erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Gewinn von 531 Mio. $. Die Vergleichswerte sind jedoch aufgrund der Abspaltung vom Chemiekonzern DuPont verzerrt.

Dow Inc. bleibt langfristig interessant; (B+).

 Höhere Transaktionserlöse und der anhaltende Konsum-Boom ließen die Erlöse des Kreditkartenanbieters Visa im 1. Quartal 2019/20 auf 6,05 (5,51) Mrd. $ ansteigen. Und auch nach Steuern schnellte der Gewinn von 2,97 Mrd. auf 3,27 Mrd. $ nach oben.

Halten; (B+). 

 Investitionen in schnellere Warenlieferungen zahlen sich bei Amazon weiter aus. Im vergangenen Geschäftsjahr schnellten die Umsätze des Online-Konzerns auf 280,52 (232,89) Mrd. $. Besonders das traditionell starke Weihnachtsgeschäft ließ den Gewinn nach Steuern darüber hinaus auf 11,59 Mrd. $ anschwellen. Im Vorjahr hatte Amazon noch 10,07 Mrd. $ verdient.

Amazon lässt man einfach weiterlaufen; (B+). 

 Die Ausgabefreude reißt bei den Kreditkartenkunden von Mastercard nicht ab und beschert dem Unternehmen einen Umsatz in 2019 in Höhe von 16,9 Mrd. $ und damit gut 13 % mehr als im Vorjahr. Nach Steuern standen mit 8,1 Mrd. $ gut 39 % mehr in der Bilanz.

Bei Mastercard bleibt der Restbestand im Depot; (B+). 

 Zwar legten die Erlöse im 4. Quartal 2019 um 9 % auf 11,4 Mrd. $ zu. Netto erzielte American Express mit einem Ergebnis von 1,7 Mrd. $ gut 16 % weniger. Allerdings profitierte das Kreditkarteninstitut im vergangenen Jahr von einem hohen Sondererlös aus der US-Steuerreform.

Amex ist nicht zu bremsen; (B+).

 Der harte Wettbewerb durch günstigere Nachahmerprodukte brockte Amgen 2019 einen um 2 % auf rd. 23,4 Mrd. $ verringerten Umsatz ein. Der bereinigte Gewinn sank dabei um 6 % auf 9,7 Mrd. $ ab. Dank Zukäufen und neuer Medikamente rechnet der Biotechkonzern im lfd. Jahr allerdings mit höheren Erlösen in der Bandbreite von 25–25,6 Mrd. $. Der Gewinn je Aktie soll sich zudem ebenfalls auf bereinigter Basis bei 14,85–15,60 (14,82) $ einfinden.

Vom Rücksetzer bei Amgen lässt man sich nicht verunsichern; (B+).

 Die Coronavirus-Sorgen schlagen sich auch in der Bilanz von Starbucks nieder. Die Kaffeehauskette gab an, dass die Schließungen von Filialen in China aufgrund des Virusausbruchs sich signifikant auf das Q2 auswirken werden. Eine konkrete Prognose gab das Unternehmen indes nicht bekannt. Im Q1 konnte Starbucks seine Erlöse noch um 7 % auf 7,09 Mrd. $ steigern. Auch netto erzielte der Konzern mit einem Ergebnis von 885,7 Mio. $ gut 16 % mehr.

Starbucks bietet nichts destotrotz noch einiges an Potenzial; (B+).

 Dank einer hohen Nachfrage aus Europa und China fuhr Tesla 2019 Gesamterlöse in Höhe von 24,58 (21,46) Mrd. $ ein. Nach Steuern konnte der Verlust auf –775 Mio. $ eingedampft werden. Im Vorjahr hatte hier noch ein Fehlbetrag von –1,06 Mrd. $ gestanden. Zudem teilte das Unternehmen mit, in diesem Jahr mehr als 500.000 Fahrzeuge auszuliefern.

Tesla scheint die Kurve zu kriegen; (B).

 Satte Zuwächse u.a. bei den neuen Medikamenten Trulicity und Taltz ließen die Ergebnisse von Eli Lilly im abgelaufenen Jahr deutlich anschnellen. Die Erlöse erhöhten sich um 4 % auf 22,34 Mrd. $. Nach Steuern schoss der Gewinn dank Verkäufen derweil von 3,23 Mrd. auf ganze 8,32 Mrd. $. Für das lfd. Jahr gibt sich der Pharmakonzern optimistisch. Der Umsatz soll sich bei 23,7–24,2 Mrd. $ einfinden. Eli Lilly befindet sich derzeit mitten im Umbau. U.a. hat sich der Konzern jüngst von seiner Tiermedizinsparte Elanco getrennt.

Eli Lilly ist weiterhin kerngesund; (B+).

 Gute Geschäfte mit seinen Multiple Sklerose-Medikamenten sorgten bei Biogen 2019 für Gesamterlöse in Höhe von 14,38 Mrd. $ und damit gut 7 % mehr als im Vorjahr. Nach Steuern beschleunigte sich das Ergebnis sogar um 33 % auf 5,89 Mrd. $. Für 2020 erwartet der Pharmakonzern mit einem Umsatz von 14–14,3 Mrd. $ allerdings etwas weniger. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll sich zwischen 31,5–33,5 (33,57) $ einfinden.

Biogen behält man im Auge; (B). 

 Der Schwenk zu zuckerreduzierten Getränken ließ die Umsätze vonCoca-Cola in 2019 um 9 % auf 37,3 Mrd. $ aufsprudeln. Gute Geschäfte in Asien und Lateinamerika sorgten zudem für einen um 39 % auf 8,92 Mrd. $ angestiegenen Gewinn. Für 2020 prognostiziert der Getränkeriese ein organisches Umsatzplus von 5 % und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,25 (2,11) $.

Coca-Cola bleibt ein schmackhaftes Ergebnis; (A–).

 Dank guter Geschäfte im Heimatmarkt erzielte der Paketdienst UPS im 4. Quartal einen Umsatz von 20,57 (19,85) Mrd. $. Pensionskosten drückten das Ergebnis nach Steuern mit –106 Mio. $ indes in den roten Bereich. Im Vorjahr hatte das Unternehmen hier noch einen Gewinn von 453 Mio. $ erzielt. 2020 erwartet UPS einen bereinigten Gewinn je Aktie in der Spanne von 7,76–
8,06 $.

UPS bleibt unter Beobachtung; (B+). 

 Die weltweite Konjunkturschwäche soll sich laut Caterpillar auch im lfd. Jahr fortsetzen. So rechnet der Baumaschinenhersteller für 2020 mit einem Gewinn je Aktie in der Bandbreite von 8,50–10,0 $. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch ein EPS von 10,74 $ je Aktie erzielt. Die Gesamterlöse beliefen sich im abgelaufenen Jahr auf 53,80 (54,72) Mrd. $. Der Gewinn nach Steuern fiel ebenfalls leicht auf 6,09 (6,15) Mrd. $ zurück.

Caterpillar lässt man dennoch weiter im Depot werkeln; (B+).

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