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Neues aus den USA

Bei der US-Baumarktkette Home Depot sind die Verkäufe zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres nach eher verhaltenen Vorhersagen besser gelaufen als befürchtet. Auf Gesamtjahressicht legten die Erlöse leicht auf 110,23 (108,20) Mrd. $ zu. Und auch der Gewinn nach Steuern konnte sich 2019 um 1 % auf 11,24 Mrd. $ verbessern. Für das lfd. Jahr geht das Unternehmen weiterhin von einem Umsatzplus in Höhe von 3,5–4 % aus. Der Gewinn je Aktie soll sich bei 10,45 $ einfinden.

Home Depot werkelt weiter im Depot; (B+).

Die milliardenschwere Einkaufstour im vergangenen Jahr bescherte dem Softwarekonzern Salesforce.com 2019 zwar einen Umsatzanstieg auf 17,09 (13,28)
Mrd. $. Jedoch krachte der Gewinn nach Steuern von 1,11 Mrd. $ im Vorjahr auf 126 Mio. $. Das Unternehmen meldetet daraufhin den Ausstieg von Co-Vorstandschef Keith Block. Damit steht CEO Marc Benioff nun alleine an der Salesforce-Spitze.

Die Übernahmen dürften sich langfristig auszahlen; (B+). 

Der Computerhersteller Dell ist im 4. Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Unter dem Strich habe ein Plus von 408 Mio. $ gestanden, nach einem Verlust von –299 Mio. $ ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen mit. Zudem will Dell in den kommenden 24 Monaten Aktien im Wert von bis zu 1 Mrd. $ zurückkaufen. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum zwar nur um knapp 1 % auf 24,03 Mrd. $ wegen der Schwäche im Geschäft mit Datenzentren. Im Gesamtjahr legten die Erlöse auf 92,15 (90,62) Mrd. $ zu. Netto erzielte Dell auch hier einen Gewinn von 5,53 Mrd. $ nach einem Verlust von –2,18 Mrd. $ im Vorjahr.

Dell bleibt auf der Watchlist; (B+). 

Der Elektronikhändler Best Buy schloss das Gesamtjahr 2019 mit soliden Zahlen ab. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtszeitraum auf 43,64 (42,88) Mrd. $. Nach Steuern erhöhte sich das Ergebnis von 1,46 Mrd. $ Im Vorjahr auf 1,54 Mrd. $. Und auch im Gesamtjahr soll das Wachstum anhalten. Demnach peilt das Unternehmen in 2020 einen Umsatz in der Bandbreite von 43,3 bis 44,3 Mrd. $ an.

Best Buy gibt man nicht aus der Hand; (B+).

 Auch der Pharmakonzern Pfizer warnt vor negativen Auswirkungen des Coronavirus auf seine Ergebnisse. Der Ausbruch könnte laut Unternehmen die „geschäftlichen Aktivitäten, wie die Herstellung, die Lieferketten und die klinischen Versuche beeinträchtigen“, so Pfizer. Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen indes nicht.          

Bei Pfizer lässt man sich von der nervösen Börse nicht beirren; (B+).

Der Fleischersatz-Hersteller Beyond Meat konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 seinen Umsatz auf 297,89 (87,93) Mio. $ deutlich verbessern. Den Verlust nach Steuern reduzierte der mit seinen Burgern bekannt geworde Konzern um mehr als die Hälfte auf –12,44 (–29,89) Mio. $. Für das lfd. Jahr visiert Beyond Meat weiteres Wachstum an. So soll sich der Umsatz in 2020 auf ganze 490–510 Mio. $ beschleunigen.

Beyond Meat hat sich nach dem steilen Auf und Ab der vergangenen Monate in einer moderaten Range eingefunden. Wer bereits engagiert ist, gibt den Titel erst einmal nicht her. Neueinsteiger sollten jedoch die wachsende Konkurrenz im Auge behalten; (B+). 

Zwar konnte der Sportartikel-Spezialist Foot Locker im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz leicht auf 8,01 (7,94) Mrd. $ steigern können. Die anhaltend hohen Betriebskosten drückten jedoch weiterhin auf das Ergebnis. Insgesamt fiel der Gewinn nach Steuern von 541 Mio. $ auf 498 Mio. $. Den Unternehmensumbau treibt das Unternehmen auch in 2020 weiter voran. So geht Foot Locker im lfd. Jahr von einem Umsatzplus im einstelligen Prozentbereich aus.

Dennoch hält man bei Foot Locker weiterhin die Füße still; (B–). 

Die Supermarktkette Walmart erwägt den Verkauf eines Minderheitsanteils an der britischen Kette Asda. Vor knapp einem Jahr hatten die britischen Wettbewerbshüter der geplanten Fusion zwischen den britischen Supermarktketten Sainsbury und Asda endgültig einen Riegel vorgeschoben. Sainsbury hatte 7,3 Mrd. £ für Asda geboten. Jetzt prüften Walmart und Asda der Agentur zufolge Angebote Dritter, um einen Minderheitsanteil an der Kette zu kaufen. Zu den Interessenten gehörten Private-Equity-Investoren. Die favorisierte Lösung sei aber ein Börsengang, so das Unternehmen.

Walmart lagert man weiter ein; (B+).

Die Aussicht, dass alle Fitbit-Daten in Zukunft bei Google landen könnten, schreckte die Kunden zumindest vorerst nicht ab. Im vergangenen Quartal konnte der Fitnesstracker-Anbieter seinen Absatz um 15 % steigern. Allerdings sah es im Gesamtjahr nicht ganz so rosig aus. Der Umsatz sank weiter um 5 % auf 1,43 Mrd. $. Und auch nach Steuern weitete sich der Verlust von –49 Mio. auf ganze –132 Mio. $ aus. Anfang November kündigte der Internetgigant Google an, den Fitness-Konzern übernehmen zu wollen. Insgesamt 2 Mrd. $ will Google dafür auf den Tisch legen.

Bei Fitbit geht man die Übernahme mit; (B+). 

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