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Neues aus den USA

Der Impfstoffentwickler CureVac ist angesichts gestiegener Forschungskosten im
3. Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust betrug –36,8 Mio. € nach einem Fehlbetrag von –18,4 Mio. € ein Jahr zuvor. Der Umsatz sprang indes auf 5,2 Mio. von 1,1 Mio. €. Nach BioNTech und Co. will auch CureVac in Kürze die zulassungsrelevante Studie für seinen Impfstoffkandidaten starten. CureVac hatte angekündigt, die Studie mit rund 36.000 Teilnehmern bis Ende des Jahres zu beginnen. Dafür will sich das Unternehmen auch einen Partner ins Boot holen.

CureVac lässt man im Depot weiterforschen; (A–). 

Der US-Impfstoffentwickler Moderna hat als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Coronaimpfstoff bei der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) beantragt. Parallel dazu soll eine Notfall-Zulassung bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA beantragt werden. Mit dem Zulassungsantrag bei der EMA rückt eine Coronaimpfung auch in Deutschland näher. Vergangene Woche hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitgeteilt, mit Moderna sei ein Rahmenvertrag über bis zu 160 Mio. Impfstoff-Dosen abgeschlossen worden. Demnach sollen zunächst 80 Mio. Dosen geliefert werden. In der EU könnte das Mittel nach Angaben von Moderna bereits im Dezember ausgeliefert werden, sofern es eine Zulassung erhält.

Moderna gibt man nicht aus der Hand; (B+). 

Dank eines weiterhin hohen Bedarfs an PCs, Notebooks und Tablets hat sich Dell in den ersten 9 Monaten besser geschlagen als erwartet. Die Umsatzerlöse blieben mit 68,11 (68,12) Mrd. $ zwar auf Vorjahresniveau, operativ verbesserte sich das Ergebnis indes von 1,91 Mrd. $ im Vorjahr auf 2,97 Mrd. $. Das lag u.a. an der Einführung und Ausweitung der Service-Angebote sowie der Edge-Cloud-Anwendungen. „Wir sind auf eine beispiellose Nachfrage nach Anwendungen für Heimarbeit gestoßen“, so Dell-Vorstand Jeff Clarke. Im Bereich mit Netzwerken und Servern musste Dell jedoch erneut einen deutlichen Rückgang verbuchen. Entsprechend ging das Ergebnis nach Steuern auf 2,16 (5,11) Mrd. $ zurück. Eine konkrete Prognose für das lfd. Gesamtjahr gab der Konzern derweil weiter nicht aus.

Dell kann sich kursseitig durchaus sehen lassen. Hier bleibt man zunächst dabei; (B+). 

Die erneuten Lockdowns bescherten dem Computerhersteller HP Inc. in seinem
4. Quartal einen Auslieferungsrekord. Dennoch blieben die Umsatzerlöse im Gesamtjahr 2019/20 mit 56,6 Mrd. $ knapp 3,6 % hinter dem Vorjahreswert zurück. Auch nach Steuern musste das Unternehmen einen um gut 10 % auf 2,8 Mrd. $ verringerten Gewinn hinnehmen. Damit lag der Konzern jedoch noch über den Analystenerwartungen. Für das angelaufene Gesamtjahr 2020/21 gab HP zwar keinen Ausblick aus. Im
1. Quartal soll sich der Gewinn je Aktie jedoch auf 0,58–0,64 $ belaufen und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 0,49 $ je Aktie liegen.

HP Inc. scheint sich aus dem Kurstief herausgearbeitet zu haben; langfristig im Auge behalten; (B+).

Der Anbieter von Elektronikware aller Art, Best Buy, erzielte in den ersten 9 Monaten deutlich höhere Ergebnisse. Das lag zum einen an der gestiegenen Nachfrage nach Homeoffice-Zubehör und zum anderen an Gaming-Artikeln. Insgesamt verzeichnete das Unternehmen im Berichtszeitraum einen Umsatz von 30,33 (28,44) Mrd. $. Operativ verbesserte sich das Ergebnis von 1,04 Mrd. $ im Vorjahr auf 1,36 Mrd. $. Und auch nach Steuern legte der Gewinn von 796 Mio. auf 982 Mio. $ zu. Angesichts der jedoch weiter angespannten Coronalage traut sich der Konzern weiterhin keine detaillierte Prognose für das lfd. Jahr zu.

Bei Best Buy bleibt man zunächst weiter investiert; (B+). 

Dank eines Jahresendspurts beendete der führende Anbieter von Landtechnik Deere & Co das Geschäftsjahr 2019/20 lediglich mit einem Umsatzrückgang von 9 % auf 35,54 Mrd. $. Im Q4 verbesserten sich die Erlöse auf 757 (722) Mio. $. Unter dem Strich verlor der Nettogewinn auf Jahressicht dennoch auf 2,75 (3,25) Mrd. $. Für das Jahr 2020/21 erwartet der Vorstand eine weitere Erholung der Wirtschaft und peilt einen Nettogewinn zwischen 3,6 und 4,0 Mrd. $ an.

Deere & Co bewirtschaftet weiterhin das Depot; (A–). 

Zoom Communications hat auch im vergangenen Quartal eine mehr als gute Performance abgelegt. Dabei sprang der Umsatz von 166,6 Mio. auf gut 777 Mio. $ an. Der Gewinn nach Steuern schoss im 3. Quartal sogar von 2,2 auf 198,4 Mio. $ hoch. Für das lfd. Quartal rechnet Zoom mit einem Umsatz zwischen 806–811 Mio. $.

Zoom ist für einen Neueinstieg bereits zu hoch gelaufen. Eine gute Halteposition ist der Titel jedoch bislang allemal; (B+). 

Ebay hat vom Bundeskartellamt die Freigabe für den milliardenschweren Verkauf seines Anzeigenportals „ebayKleinanzeigen“ an den norwegischen Online-Marktplatz Adevinta erhalten. eBayKleinanzeigen ist mit Abstand das größte Online-Kleinanzeigenportal in Deutschland. Adevinta hatte im vergangenen Juli angekündigt, den Geschäftsbereich für 9,2 Mrd. $ zu übernehmen. Durch den Kauf entsteht der größte Online-Anzeigenmarkt der Welt. Adevinta setzte sich damit im Bieterrennen gegen ein Konsortium aus Finanzinvestoren sowie die Beteiligungsgesellschaft Prosus durch.

Doch auch ohne Anzeigenportal bleibt Ebay eine mehr als gute Halteposition; (A–).

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