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Adecco enttäuscht trotz solider Performance

Zürich – Zum Jahresstart erzielte der Schweizer Personaldienstleister einen Umsatz von 5,66 (5,57) Mrd. €. Operativ verbesserte sich das Ergebnis mit 127 Mio. € um knapp 14 % und auch nach Steuern stand mit einem Gewinn von 69 (60) Mio. € ein höherer Gewinn in der Bilanz. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die fortschreitende Digitalisierung. Adecco setzt auf seiner Plattform verstärkt auf autonome KI-Systeme. Diese sogenannten „agentic AI“-Anwendungen verbessern laut Management die Besetzungsquoten spürbar und verkürzen die Dauer der Personalvermittlung. Das schlägt sich in klaren Marktanteilsgewinnen gegenüber den Wettbewerbern nieder. Insbesondere in Nordamerika legte das Geschäft mit einem Plus von 15 % massiv zu.

Dennoch musste Adecco einen der massivsten Kurseinbrüche der letzten 20 Jahre verkraften. Der Grund für die „Flucht“ war vor allem die gefallene Bruttomarge von 18,8 (19,4) %. Zwar begründete das Management dies mit Investitionen und einer schwachen Saisonalität, überzeugen konnten die Schweizer den Markt damit allerdings nicht. 

Auch wenn die Arbeitsmarktlage alles andere als „ideal“ ist, ist der Ausverkauf bei Adecco mehr als übertrieben. Hier verfällt man nicht in Panik und bleibt erst einmal dabei; (B+).