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Aktuelles aus der US-Bankenbranche

Die allgemeine Erholung der Wirtschaft hat der US-Großbank JP Morgan im Sommerquartal überraschend viel Gewinn beschert. Das Institut löste zudem im 3. Quartal milliardenschwere Rückstellungen für gefährdete Kredite auf. Dadurch sprang der Überschuss um fast 25 % auf 11,7 Mrd. $. Auch hier war der Treiber vor allem das Investmentbanking. Deren Gebühreneinnahmen nahmen im Vergleich zu Sommer 2020 um mehr als die Hälfte zu. Konzernweit steigerte die Bank zudem die verwalteten Erträge um 2 % auf 30,4 Mrd. $.

JP Morgan gibt man angesichts der Kurs-Rally derzeit keinesfalls aus der Hand; (B+). 

Morgan Stanley hat im 3. Quartal u.a. dank eines starken Investmentbankings und der Vermögensverwaltung einen Gewinnsprung verbucht. Der Gewinn stieg nach Steuern um gut 36 % auf 3,7 Mrd. $. Die gesamten Einnahmen legten derweil um ein Viertel auf gut 14,7 Mrd. $ zu. Dem Finanzkonzern spielten zuletzt auch der Boom bei Börsengängen, Fusionen und Übernahmen in die Karten, an denen Banken durch Gebühren gut verdienen.

Morgan Stanley läuft und läuft; (B+). 

Der wieder anziehden Handel hat der Bank of America auch im jpngst abgelaufenen 3. Quartal deutlich höhere Ergebnisse eingespielt. Während die Gesamteinnahmen mit 22,8 (20,3) Mrd. $ „nur“ leicht zulegten. Verbessert sich das Ergebnis nach Steuern mit 7,7 (4,9) Mrd. $ derweil signifikant.  Dabei profitierte die Großbank wie die Konkurrenz neben einem guten Investmentbereich auch von geringeren Rückstellungen.

Die Bank of America ist nicht zu stoppen; (A–). 

Um fast die Hälfte steigerte die Citigroup ihren Nettogewinn im jüngst abgelaufenen Quartal. Der Konzern verdiente unter dem Strich 4,6 Mrd. $, das waren 48 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Einnahmen blieben unterdessen praktisch auf Vorjahresniveau mit 17,2 Mrd. $. Auch hier war u.a. das boomende Handelsgeschäft für den Gewinnschub verantwortlich.    

Die Citigroup kann sich sehen lassen. Hier beobachtet man den Wert ganz genau; (B+). 

Die geringeren Einschränkungen  und Sorgen vor möglichen Kreditausfällen haben Wells Fargo in den vergangenen 3 Monaten einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Angesichts der Erholung der Wirtschaft von der Coronakrise löste die Bank Rückstellungen für gefährdete Kredite im Umfang von 1,4 Mrd. $ auf. Vor allem deshalb sprang der Gewinn des Instituts im Jahresvergleich nun um 59 % auf 5,1 Mrd. $ nach oben. Allerdings musste Wells Fargo bei den Erträgen einen Rückgang um 2,5 % auf 18,8 Mrd. $ hinnehmen. Zudem schlug der Skandal um fingierte Kontoeröffnungen mit 250 Mio. $ ein weiteres Mal negativ zu Buche. Die Affäre hat die Bank bereits mehr als 5 Mrd. $ gekostet.

Trotz einer deutlichen Kurserholung bleibt man bei Wells Fargi angesichts der langfristigen belastungen erts einmal wieter nur am Seitenrand; (B). 

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