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AT&S auf Kurs

Wien – Der Leiterplatten- und IC-Substrathersteller hat dank der starken Nachfrage nach KI-bezogenen Anwendungen einen Rekordumsatz im Q2 erzielt und seinen Ausblick bestätigt. Auch auf Halbjahressicht schnitt der Konzern besser ab: Zwischen April und Ende September sprang der Umsatz auf 1,23 (0,85) Mrd. € an. Das Ebitda konnte mit 409,0 (174,7) Mio. € sogar mehr als verdoppelt werden. Unterm Strich schaffte der Konzern mit 166,2 Mio. € sogar den Sprung in die schwarzen Zahlen. Im Vorjahreszeitraum sah AT&S mit –63,5 Mio. € noch rot. 

"Das 2. Quartal markiert einen Meilenstein in der Geschichte von AT&S", erklärte CEO Michael Mertin. Gespräche mit wichtigen US-Technologiekunden hätten die starke Nachfrage und die Wachstumschancen bestätigt. Die Erweiterung des Werks im malaysischen Kulim sowie Upgrades an anderen Standorten verlaufen zudem planmäßig.

AT&S profitiert von der hohen Nachfrage nach IC-Substraten zur Verbindung von Chips mit Leiterplatten in Anwendungen der KI und Cloud-Infrastruktur. Das Unternehmen erweitert deshalb seinen Standort im malaysischen Kulim, wo auf Basis von Vereinbarungen mit dem US-Chipkonzern AMD und einem weiteren Technologiekunden 1,5 bis 2,0 Mrd. € investiert werden sollen. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Marvell Technology ausgebaut.

Für das Geschäftsjahr 2026/27 (per Ende März) bekräftigte AT&S die Prognose eines währungsbereinigten Umsatzwachstums von 45 bis 55 % sowie einer Ebitda-Marge von 32 bis 37 %. Die Investitionen sollen bei 1,0 bis 1,2 (Vj.: 0,18) Mrd. € liegen. Im Vorjahr setzte das Unternehmen 1,79 Mrd. € um und erreichte eine Ebitda-Marge von 23,3 %. 

Der Gewinnmitnahme-Hinweis kam bei AT&S genau zur richtigen Zeit. Den Restbestand behält man langfristig im Depot; (B+).