Hong Kong – Der chinesische Internetkonzern Baidu bringt seine KI-Chip-Sparte Kunlunxin aufs Parkett und hat dafür einen vertraulichen Antrag für eine Notierung an der Hongkonger Börse eingereicht. Baidu machte allerdings keine Angaben zum Umfang des Angebots und weitere Details zu dem geplanten Spin-off. Baidu, das einst als einer der wichtigsten Technologiegiganten Chinas neben der Alibaba Group und Tencent Holdings galt, steht umsatz- und gewinnseitig unter Druck, weil das Kerngeschäft mit Werbung an Schwung verliert. Baidu investiert nun stark in Bereiche wie Chipentwicklung, KI und autonome Fahrtechnologie, um sich so neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen.
Der Konzern, der mit vollem Namen Kunlunxin (Beijing) Technology Co Ltd heißt, ist ein Hersteller von Halbleitern und Chips, die für Prozessoren Künstlicher Intelligenz und Sprachinteraktion entwickelt wurden. Das Unternehmen entwickelt und produziert fortschrittliche Halbleiter und Chips und stellt Unternehmen im Inland hergestellte High-End-Chips zur Verfügung, wodurch Kunden in die Lage versetzt werden, Websites vor Sicherheitsverletzungen wie Malware und Denial-of-Service-Angriffen zu schützen.
Mitte November 2025 hatte Baidu zwei neue Chips für Künstliche Intelligenz (KI) vorgestellt. Auf der jährlichen Entwicklerveranstaltung kündigte der Konzern dann die Pläne zur Einführung des M100-Chips im Jahr 2026 an. Dieser von seiner Chip-Sparte Kunlunxin entwickelt Chip wird hauptsächlich für groß angelegte Inferenzberechnungen verwendet.
Darüber hinaus plant Baidu für 2027 die Markteinführung des M300-Chips, der speziell für das Training und die Inferenz von extrem großen Modellen entwickelt wurde. Baidus Executive Vice President Shen Dou erklärte damals, das Unternehmen wolle "leistungsstarke und kostengünstige Rechenleistung" bereitstellen, um Unternehmen bei der Einführung von KI-Funktionen zu unterstützen.
Der Baidu-ADR versucht sich derzeit wieder an einem Ausbruch. Allerdings sollten Anleger die Volatilität der Aktie nicht unterschätzen; (B).