New York – Der Mainzer Biotechkonzern ist im 3. Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und blickt etwas optimistischer auf das Gesamtjahr. Eine rückläufige Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen sorgte zwar in den 3 Monaten für einen Umsatzrückgang auf 1,29 (1,52) Mrd. €. Netto verdiente das Unternehmen indes mit 184,5 (–28,7) Mio. € deutlich mehr und schaffte die Rückkehr in die schwarzen Zahlen – auf 9-Monatssicht sieht BioNTech allerdings weiterhin rot. Den Turnerbund im Q3 erklärte das Management vor allem mit dem Wegfall hoher Sonderlasten für Rechtsstreitigkeiten, die das Ergebnis im Vorjahr massiv belasteten.
Trotz des Erlöserückgangs hob das Management die untere Grenze der Umsatzprognose für 2026 an: BioNTech rechnet nun mit Erlösen zwischen 1,7 und 1,9 Mrd. €, statt wie bisher mit 1,6 bis 1,9 Mrd. €. Um die Abhängigkeit vom schrumpfenden Corona-Geschäft zu verringern, treibt der Konzern den Wandel hin zu einem Krebsmedikamenten-Hersteller voran. Ziel sei es, das Unternehmen bis 2030 breiter aufzustellen und mehrere Produkte auf den Markt zu bringen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten kletterten im abgelaufenen Quartal entsprechend von 564,8 Mio. € auf 748,1 Mio. €.
Nachdem sich das Corona-Geschäft inzwischen deutlich rückläufig entwickelt, muss BioNTech liefern. Anleger brauchen hier starke Nerven; (B).