Börsen weiter auf Rekordjagd

Eins folgt aufs Andere

Der dt. Letindex knüpft nahtlos an die Erfolge vor Ostern an und startete mit einem neuen Rekordoch in die verkürzte Handelswoche. Der DAX kletterte zuletzt über 15.200 Punkte und ließ den zuletzt erreichten Höchststand bei 15.111 Zählern hinter sich. Rückenwind erhält der DAX vor allem von der Wall Street, denn hierzulande unterstützen die schleppende Impfkampagne und die stetig steigende Wahrscheinlichkeit eines weiteren harten Lockdowns nicht gerade die Konjunkturhoffnungen der Anleger. In den USA hingegen hoben die Massenimpfungen und die Aussicht auf ein weiteres billionenschweres Konjunkturpaket die Stimmung deutlich. Der Dow Jones und auch der S&P 500 erklommen im gestrigen Handel neue Rekordwerte bei 33.527 bzw. 4.077 Punkten. Auch die Technologiebörse Nasdaq gewann 1,7 % und beendete den Handel bei 13.705 Punkten. 

Vor allem der Softwareanbieter SAP rückte zuletzt in den Fokus der Anleger. Medienberichten zufolge wechselt die Google-Mutter Alphabet bei seiner Finanzsoftware von Oracle zu SAP. Bereit im Mai könnte der Wechsel demnach durchgeführt werden. Zudem wurde im Urheberrechtsstreit zwischen Google und Oracle um das System Android vom Obersten Gericht der USA zugunsten von Google entschieden. Oracle, die rund 9 Mrd. $ Entschädigung gefordert hatten, gingen somit leer aus. 

Die Commerzbank will mittels eines Freiwilligenprogramms 1.700 Vollzitstellen bis Ende 2021 abbauen. Bis Ende 2024 soll die Zahl der Vollzeitbeschäftigten von 40.000 auf 32.000 sinken. 

Wie die Schweizer Großbank Credit Suisse mitteilte, wird der Ausfall des US-Hedgefonds die Bank mit bis zu 4,4 Mrd. CHF belasten. Für das abgelaufene 1. Quartal erwartet der Vorstand einen Verlust von 900 Mio. CHF. Das Aktienrückkaufprogramm wurde ausgesetzt und die Dividende soll gestrichen werden. 

Im Q1 meldete der E-Autopionier Tesla erneut einen Lieferrekord und übertraf deutlich die Markterwartungen. Es seien 184.800 Fahrzeuge ausgeliefert worden. Experten hatten mit 177.822 gerechnet. 

Nach jahrelangem Verlustgeschäft schließt der Elektronikhersteller LG seine Smartphone-Sparte. Der Rückzug der Südkoreaner hatte sich bereits seit längerem angedeutet. E sei eine strategische Entscheidung, sich aus dem Segment "mit unglaublich starker Konkurrenz" zurückzuziehen, hieß es von Unternehmensseite. 

Einen 21,9 Mrd. $ schweren Deal hat Microsoft an Land gezogen. Das Pentgon bestellte unter anderem Headsets und Cloud-Dienste bei dem Konzern. 

 

Suche