Nach dem stabilen Vortag bremste der DAX zur Wochenmitte etwas ab. Zwischenzeitig testete der dt. Leitindex die 21-Tage-Linie, die bei 24.814 Punkten verläuft. Damit bleibt jedoch die wichtige Marke bei 25.000 Zählern weiterhin in Reichweite. Im gestrigen Handelsverlauf war es dem DAX gelungen, diese Marke zeitweise zu überwinden. Im Handelsverlauf kamen immer deutlicher Zweifel auf, wie sicher ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran ist. Die Vorgaben aus den USA sind ebenfalls durchwachsen: Der Dow Jones erreichte im gestrigen Handelsverlauf ein neues Rekordhoch und schloss letztlich 0,64 % fester. Der US-Leitindex profitierte weiter von den gesunkenen Inflationssorgen, denn der Ölpreis ist seit der voraussichtlichen Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges auf Talfahrt. Im Technologiesektor allerdings überwogen die Verluste, nach den teils fulminanten Kursgewinnen deutlich. Gewinnmitnahmen drückten die Tech-Börse Nasdaq um 1,89 % gen Süden. Auch der S&P 500 gab um 0,57 % nach. Für weitere Impulse dürfte heute Abend die anstehende Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed sorgen. Zwar wird nicht mit einer Änderung des Leitzins gerechnet, allerdings ist es die erste Sitzung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh.
Nach dem fulminanten Börsenstart Ende vergangener Woche ging den SpaceX-Aktien zuletzt die Luft aus. Die Anteilsscheine kletterten zeitweise bis auf 225 $, beendeten den Handel jedoch “nur” mit einem Plus von 5 %.
Die Airbus-Rüstungssparte Defense and Space wird für das französische Amt für Rüstungsbeschaffung DGA neue Funktionen für den Militärtransporter A400M entwickeln. Das Flugzeug soll mit Mehrzweckfähigkeiten in den Bereichen Aufklärung, Überwachung und Erkundung ("Intelligence", "Surveillance" und "Reconnaissance" - ISR) ausgestattet werden. Den Auftrag erteilte die europäische Rüstungsorganisation OCCAR (Organisation for Joint Armament Cooperation), die gemeinsame Rüstungsprogramme europäischer Staaten verwaltet.
BMW enttäuschte am Markt mit der Senkungen der Prognosen für Automarge und Barmittelzuflüsse. Der DAX-Konzern führte zur Begründung einen schwachen Automobilmarkt, einen intensiveren Wettbewerb in China, die Auswirkungen des Nahost-Konflikts und unverändert hohe Energiepreise an. Diese Effekte hätten sich bereits im 2. Quartal in einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses und des Freien Cashflows gegenüber dem Vorjahr ausgewirkt. Für 2026 erwartet der Konzern nun einen leichten Rückgang der Auslieferungen im Segment Automobile, statt das Vorjahresniveau. Die Ebit-Marge im Segment Automobile wird nun bei 1 bis 3 % statt 4 bis 6 % gesehen. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) des Segments dürfte 1 bis 5 % statt 6 bis 10 % erreichen. Für das Konzernergebnis vor Steuern wird nun ein deutlicher statt moderater Rückgang erwartet.
Thyssenkrupp treibt die Verselbstständigung seiner Handelstochter voran. Der Aufsichtsrat habe den Plänen des Vorstands zugestimmt, die Tochter tk accelis als eigenständiges Unternehmen aufzustellen, teilte der Konzern mit. Das Segment soll im Wege einer Abspaltung an die Börse geführt werden. Die Pläne sehen vor, einen 49-%igen Minderheitsanteil an die Aktionäre der Thyssenkrupp AG im Verhältnis ihrer Beteiligung zu übertragen und die Aktien an der Frankfurter Börse zu notieren. Die Abspaltung soll auf einer außerordentlichen Hauptversammlung (voraussichtlich 7. August) genehmigt werden.