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Börsenbericht – DAX erneut schwächer

Die erneute militärische Eskalation im Nahen Osten machte sich auch hierzulande zum Wochenauftakt bemerkbar. Der DAX entfernte sich weiter von der 25.000 Punkte-Marke. Nachdem Israel erneut den Libanon angegriffen hatte, hat der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Damit wächst wieder die Befürchtung, die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA könnten ins stocken geraten bzw. scheitern. Im Zuge der erneuten Eskalation stiegen auch die Ölpreise erneut an. Die Entscheidung der OPEC+ vom Wochenende konnte da für wenig Entspannung sorgen, auch wenn sich die sieben Kernmitglieder darauf verständigten, ab Juli ihre Quoten um rund 188.000 Fass pro Tag anzuheben. Neben den geopolitischen Spannungen rückt diese Woche die Europäische Zentralbank (EZB) in den Fokus. Am kommenden Donnerstag steht die nächste Leitzinsentscheidung der EZB an. Am Markt wird erwartet, dass der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben wird – Hintergrund ist der jüngste Inflationsanstieg. Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs sind die Verbraucherpreise vor allem aufgrund des Ölpreisanstiegs gestiegen. Im Februar lag die Inflationsrate noch bei 1,9 %, im Mai jedoch schon bei 3,2 %. 

Unter Druck gerieten zum Wochenauftakt die Aktien der europäischen Airlines, wie Lufthansa und Co., nach einer Gewinnwarnung des Airline-Verbands Iata. Wegen der Krise im Iran und der Preisexplosion bei Kerosin halbierte der Branchenverband seine Gewinnerwartungen gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 wird nur noch mit einem branchenweiten Gewinn von 23 Mrd. $ gerechnet, nach 45 Mrd. $ in 2025. 

Die Nordex Group hat in den ersten Monaten des 2. Quartals neue Aufträge aus Deutschland über insgesamt rund 255 MW erhalten. Die Bestellungen umfassen 14 Windenergieprojekte mit insgesamt 39 Turbinen.

Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo will den heimischen Konkurrenten Banca Monte dei Paschi di Siena für etwas mehr als 30 Mrd. € übernehmen. Den Monte-Paschi-Aktionären werden 1,00 € in bar sowie 1,6 eigene Aktien geboten, wie die Intesa mitteilte. Damit werde eine Monte-Paschi-Aktie mit etwas mehr als 10,00 € bewertet. Die Offerte bewertet Monte dei Paschi insgesamt mit rund 30,6 Mrd. €. Damit kontert die Intesa einen Vorstoß der deutlich kleineren Banco BPM, die mitgeteilt hat, mit der Monte Paschi zusammengehen zu wollen. Die Banco BPM hatte keinen Wert der potenziellen Offerte für die Monte Paschi genannt.