Die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr hat den DAX zu Wochenbeginn auf ein Rekordhoch getrieben. Mit einem Anstieg auf zeitweise 24.825 Punkte ließ der dt. Leitindex seine alte Bestmarke aus dem Oktober hinter sich. Vor allem Rüstungswerte waren einmal mehr gefragt. Auch der MDAX der mittelgroßen Werte konnte zuletzt ein Plus verbuchen. Der EuroStoxx 50 setzte seinen Rekordkurs fort. Die US-Attacke auf den südamerikanischen Ölstaat Venezuela sorgt erst einmal nicht für Verunsicherung. So gaben die Ölpreise zwischenzeitig sogar leicht nach. Dazu dürfte auch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump beigetragen haben, die Förderung in Venezuela mithilfe der großen US-Ölkonzerne voranzubringen. Ohnehin profitierte der deutsche Aktienmarkt zuletzt vor allem von den Hoffnungen auf eine Belebung der trägen deutschen Konjunktur im neuen Jahr. In der neuen Woche stehen aber erst einmal eine Reihe von Konjunkturdaten auf der Agenda. Neben den Inflationsdaten für Deutschland steht zum Wochenschluss noch der monatliche Arbeitsmarktbericht aus den USA an, der für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed wichtig sind.
Rüstungsaktien zogen zeitweise deutlich an. Rheinmetall setzte sich vorübergehend an die DAX-Spitze. Unter den besten Werten im MDAX legten die Aktien des Panzergetriebeherstellers Renk und die des Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt zu. Damit holten die Rüstungswerte ihre Verluste des 4. Quartals weiter auf. Hier hatten sich vorübergehend Gewinnmitnahmen bemerkbar gemacht.
Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ruft mehrere Säuglingsnahrungsprodukte vorsorglich zurück. Hintergrund ist laut Nestlé, dass in einer der Zutaten eines Zulieferers möglicherweise Cereulid vorhanden sein könnte. Cereulid ist ein Toxin, das durch das Bakterium Bacillus cereus entstehen kann. Betroffen sind verschiedene Pulver und Flüssigkeiten in Dosen, Schachteln und Flaschen der Marken "Beba" und "Alfamino". In enger Abstimmung mit den zuständigen deutschen Behörden würden bestimmte Chargen zurückgerufen, die in Deutschland verkauft worden seien, teilte der Konzern mit.
Die Auslieferungen des Elektroauto-Pioniers Tesla sind im vergangenen Quartal nach dem Ende von Subventionen in den USA deutlich gefallen. Tesla brachte weltweit 418.227 Fahrzeuge zu den Kunden – das waren 15,6 % weniger als im Vorjahresquartal. Eine Rolle beim Rückgang im Schlussquartal dürfte das Auslaufen der Steuervergünstigungen beim Kauf eines E-Autos gewesen sein. Auch im Gesamtjahr waren die Auslieferungen rückläufig. Sie sanken um 8,5 % auf rund 1,64 Mio. Fahrzeuge.
Ende 2025 hat Nordex weitere Aufträge in Kanada zur Lieferung und Installation von insgesamt 73 Windenergieanlagen erhalten. Mit den beiden Aufträgen werden Turbinen des Typs N163 sowie erstmals auch N175/6.X-Anlagen geliefert – damit feiert die N175-Turbine ihren Markteintritt in Kanada. Insgesamt verfügen die neuen Aufträge über eine kombinierte Kapazität von 508 MW; jeder Vertrag umfasst auch langfristige Servicevereinbarungen für die Turbinen. Die Nordex Group wird die Anlagen für die Windparks in den Jahren 2027 und 2028 liefern.
Angetrieben von einem positiven Analystenkommentar zu den Aktien von ASML blieben auch die Papiere des Branchenkollegen Aixtron gefragt. Die Rally des Chipindustrie-Ausrüsters Aixtron hatte im Herbst Fahrt aufgenommen. So hatten Empfehlungen der Investmentfirma Kerrisdale Capital und anschließend auch anderer Analystenhäuser frischen Schwung verliehen.