Das Debakel in China und milliardenschwere Belastungen durch den Strategieschwenk bei der Elektromobilität haben die VW-Tochter im vergangenen Geschäftsjahr deutlich belastet (vgl. ES 4/26). Bei einem Umsatzrückgang auf 36,27 (40,08) Mrd. € brach das operative Ergebnis auf 0,41 (5,64)Mrd. € ein. Das Ergebnis nach Steuern sackte um 91,4 % auf 310 Mio. € ab. Auch die Aktionäre müssen Abstriche machen, die Dividende wird von 2,31 auf 1,01 € je Aktie gekürzt (HV: 23. Juni). Insgesamt erwartet Porsche für das laufende Jahr zwar wieder etwas bessere Geschäfte. Das Management um den neuen Unternehmenschef Michael Leiters rechnet aber weiterhin mit „sehr herausfordernden Marktbedingungen“ – unter anderem in China, wo das Luxussegment weiter unter Druck steht. Außerdem erwartet man, dass die geopolitischen Unsicherheiten sowie die Zollpolitik der USA bestehen bleiben. Basierend auf diesen Annahmen sowie Sondereffekten rechnet Porsche für 2026 mit einer operativen Konzernumsatzrendite von 5,5 bis 7,5 %. Die Prognose setzt Erlöse im Bereich von rund 35 bis 36 Mrd. € voraus.
Die Porsche Vz. dürften allmählich genug gelitten haben. Bei dem Langfrist-Investment fährt man weiter mit; (B+).