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Börsenbericht – Erneute Eskalation

KI-Fantasien und die erneute Eskalation zwischen den USA und dem Iran halten die Anleger auch zur Wochenmitte in Schach. Im Vorfeld der anstehenden KI-Mega-Börsengänge flammte einmal mehr die Frage nach den hohen Bewertungen der KI-Unternehmen auf. Zwischenzeitig gerieten die Aktien der entsprechenden Unternehmen in New York unter Druck und auch der DAX gab weiter nach. Inzwischen hat er sich von der runden Marke bei 25.000 Punkten deutlich entfernt und dürfte sich auch zur Wochenmitte schwächer entwickeln. Auch die erneute Eskalation im Nahen Osten belastet die Stimmung der Anleger. Nachdem der Iran einen US-Militärhubschrauber abgeschossen haben soll, flog das US-Militär Vergeltungsangriffe gegen das Land. Der Iran wiederum reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region. Am Nachmittag stehen zudem noch die US-Inflationsdaten auf der Agenda. Im Mai könnten die Verbraucherpreise wegen des Preisdrucks durch den Iran-Krieg um 4,2 % gestiegen sein. Das wäre der stärkste Anstieg seit April 2023 und könnte damit die Zinssorgen wieder verstärken. 

Der Maschinenbauer Heidelberger Druck will wieder deutlich profitabler werden. Der Konzern teilte mit, dass sich die operative Marge im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 (per Ende März) im Vergleich zum Vorjahr spürbar verbessern soll. Dazu beitragen soll auch ein Kostensenkungsprogramm. So soll etwa die Produktion der Speedmaster CX 104 vollständig nach China verlagert werden. Zudem soll ein neuer Standort in Nordmazedonien gegründet werden, um künftig Herstellkosten einzelner Produktgruppen zu senken. 

Nordex hat einen neuen Auftrag über 100 MW in Osteuropa gewonnen. Der Vertrag umfasst die Lieferung und Inbetriebnahme von 17 Windenergieanlagen. Der Auftrag umfasst Turbinen des Typs N163/5.X und beinhaltet eine mehrjährige Service- und Wartungsvereinbarung, um die langfristig zuverlässige Leistung der Turbinen sicherzustellen. Die vollständige Inbetriebnahme der Turbinen ist für 2028 geplant. Die Namen des Kunden und des Windparks werden nicht bekannt gegeben.

Die italienische Großbank UniCredit hat mit ihrem Übernahmeangebot für die Commerzbank weitere Aktien angedient bekommen. Commerzbank-Aktionäre hätten ihr bis zum 9. Juni 10,91 % der Aktien angedient, teilte die UniCredit in Mailand mit. Eine Woche zuvor waren den Italienern im Zuge der Offerte 7,58 % angeboten worden. Mit ihrem freiwilligen Übernahmeangebot vom Mai vermeidet die UniCredit ein Pflichtangebot, das sonst beim Überschreiten der 30-%-Marke vorgeschrieben ist und das angesichts des zuletzt gestiegenen Commerzbank-Aktienkurses wesentlich teurer geworden wäre.