Bei den Halbleiteraktien setzten zuletzt Gewinnmitnahmen ein – zusätzlich nahmen die Unsicherheiten im Iran-Krieg erneut zu. Der DAX rutschte zwischenzeitig wieder unter die runde Marke von 25.000 Punkten. Nach der Rekordrally der Tech-Aktien, allen voran der Halbleiter- und KI-Werte, bremste ein enttäuschender Ausblick von Broadcom die Technologiebörse Nasdaq aus. Analysten zufolge setzte zuletzt die Erkenntnis ein, dass viele Chip-Hersteller nicht wie erhofft ihre Umsatzprognosen für das laufende sowie das kommende Jahr nicht angehoben haben. Während der Dow Jones eine neue Bestmarke erreichte und letztlich um 1,7 % höher schloss. Die Nasdaq gab um 0,5 % nach. Für Unsicherheit sorgten auch die jüngsten Meldungen aus dem Nahen Osten. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnte jüngst eine Waffenruhe im Libanon ab, während Israel zeitgleich einen Truppenabzug ausschloss. Damit dürften sich die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiter verzögern.
Der Chipkonzern Broadcom wächst dank guter Geschäfte mit Chips für Angebote rund um die Künstliche Intelligenz (KI) weiter rasant. Zudem stellt der Halbleiterhersteller eine erneute Beschleunigung des Wachstums in Aussicht. Die Umsatzprognose für das laufende Quartal lag zwar über dem von Analysten prognostizierten Durchschnitt, allerdings enttäuschten die KI-Aussichten. Der Umsatz mit KI-Halbleitern soll im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres bei 16 Mrd. $ landen. Analysten hatten im Schnitt 17,2 Milliarden erwartet.
Der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung am spanischen Duftunternehmen Eurofragance. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben, die Transaktion steht jedoch noch unter em Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. Das Unternehmen aus Barcelona sei auf Luxusparfüms sowie Düfte für Körperpflege- und Haushaltsprodukte spezialisiert und beschäftigt mehr als 600 Mitarbeitende, heißt es weiter. Eurofragance ist insbesondere in Europa, dem Nahen Osten, Asien, Afrika und Lateinamerika präsent.
Die Tochter des Mischkonzerns Honeywell, Quantinuum, ist an der Börse gestartet. Der erste Kurs der Aktien, die zu 60 $ ausgegeben wurden, lag bei 68 $. In der Spitze stieg der Kurs bis auf über 70 $, dann ging der Aktie jedoch zunächst die Puste aus. Quantinuum ist auf Quantencomputer-Technologie spezialisiert. Der Sektor hat zuletzt von der Trump-Regierung Fördermittel in Höhe von mehr als 2 Mrd. $ versprochen bekommen.
Viscom passt die Prognose für den Auftragseingang im Geschäftsjahr 2026 an. Hintergrund ist der Erhalt eines Großauftrags aus dem Bereich der Inline-CT-Inspektion, insbesondere für Anwendungen in der Batteriezelleninspektion. Der Vorstand erwartet nun einen Auftragseingang in der Spanne von 90 bis 100
(zuvor: 80 bis 90) Mio. €. Der Auftrag wird im Geschäftsjahr 2027 umsatzwirksam. Daher bleiben die Jahresprognosen für den Umsatz von 80
bis 90 Mio. € und für die Ebit-Marge von 2 bis 5 % unverändert.