Trotz der anhaltenden Unsicherheiten über die US-Handelspolitik konnte der DAX zuletzt weitere Kursgewinne verbuchen. Zuletzt näherte er sich wieder der runden Marke bei 24.000 Punkten. Für Bewegung dürften heute die Unternehmensbilanzen und die Spekulationen auf eine Zinssenkung der Fed sorgen. Aber auch die heute in Kraft tretenden Zölle dürften die Anleger beschäftigen. Gute Vorgaben erhält der DAX derweil von der Wall Street. Dort sorgten die Zinshoffnungen und insgesmt solide Unternehmensbilanzen für eine positive Grundstimmung. Der Dow Jones schloss 0,2 % höher und der S&P 500 legte um 0,7 % zu. Die Technologiebörse Nasfaq kletterte um 1,2 % gen Norden.
Im Zuge des Drucks durch die Politik von US-Präsident Donald Trump hat Apple erneute Investitionen von rund 100 Mrd. $ angekündigt. In den kommenden vier Jahren soll damit vor allem die Produktion von Bauteilen ausgebaut werden. Apple hatte im Februar bereits US-Investitionen von 500 Mrd. $ angekündigt. Zudem plant das Management, in den kommenden Jahren 20.000 neue Mitarbeiter in den USA einzustellen, vor allem in Forschung und Entwicklung.
Nach einem starken Gewinnplus im 2. Quartal sieht sich der Versicherungsriese Allianz auf Kurs bei seinen Jahreszielen. Das operative Ergebnis kletterte um 12,2 % auf 4,4 Mrd. € und der auf die Anteilseigner entfallende bereinigte Konzernüberschuss erreichte 3,0 Mrd. €. Das entspricht einem Anstieg von 17,3 %. Auf Jahressicht wird weiterhin mit einem operativen Gewinn zwischen 15 und 17 Mrd. € gerechnet.
Die Dt. Telekom hat indes ihre Prognose für das Gesamtjahr nach oben geschraubt. Nachdem der Umsatz im 1. Halbjahr um 4 % zulegte und der bereinigt operative Gewinn um 3,9 % auf 25,4 Mrd. € kletterte, wurde die Guidance zum zweiten Mal binnen weniger Monate angepasst. "Wir sehen auch im 2. Quartal ein starkes Wachstum auf beiden Seiten des Atlantiks", sagte CEO Tim Höttges. Beim operativen Ergebnis wird nun zu konstanten Wechselkursen ein Wert von mehr als 45 Mrd. € anvisiert. Beim freien Mittelzufluss (Free Cashflow AL) werden mehr als 20 Mrd. € in Aussicht gestellt.
Der Pharma- und Technologiekonzern Merck KGaA bekam im 2. Quartal die negativen Währungseffekte zu spüren. Das bereinigte Ebitda sank um 3 % auf 1,46 Mrd. €. Der Umsatz verlor um knapp 2 % auf 5,25 Mrd. €. "Ja, die Währungseffekte sind spürbar. Aber unsere drei Unternehmensbereiche Life Science, Healthcare und Electronics machen uns als Konzern widerstandsfähiger gegen die geopolitischen, wirtschaftlichen und währungsbedingten Schwankungen", sagte Konzernchefin Belen Garijo.
Das Medizintechnik-Unternehmen Carl Zeiss Meditec steigerte den Umsatz in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres – die Übernahme von Dutch Ophthalmic Research und Währungseffekte herausgerechnet – um lediglich 1,1 %. Das Ebita zog um 3,1 % an. Die Ziele für das Geschäftsjahr 2024/25 wurden bestätigt.