US-Präsident Donald Trump hat ein "massives" Handelsabkommen mit Japan verkündet – Anleger zeigten sich erfreut, ist ein Handelsabkommen doch ein gutes Zeichen, dass auch zwischen der EU und den USA ein Abkommen möglich ist. Im gestrigen Handel war der DAX zeitweise unter die runde Marke bei 24.000 Punkten gerutscht, konnte diese aber einmal mehr zurückerobern. In der Vergangenheit hatte der dt. Leitindex diese Marke als Sprungbrett genutzt. In dem Handelsabkommen habe man sich auf "gegenseitige" Zölle von 15 % geeinigt, nachdem Trump zuvor noch 25 % gefordert hatte. "Wir haben gerade ein massives Abkommen mit Japan abgeschlossen, vielleicht das größte Abkommen, das jemals geschlossen wurde", schrieb Trump. Anleger hoffen nun, dass dieses Abkommen eine Blaupause für die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und der EU sein. Damit könnte es eine Einigung im Zollstreit geben, bevor am 1. August die angekündigten Strafzölle in Kraft treten könnten. An der Wall Street zeichnet sich angesichts des Abkommens ein positiver Handelsstart zur Wochenmitte ab. Im gestrigen Handel hatten die Leitindizes uneinig den Handel beendet: Während der Dow Jones um 0,4 % zulegte, trat der S&P 500 auf der Stelle. Die Technologiebörse Nasdaq setzte indes um 0,4 % zurück.
Die Europäische Kommission hat eine vertiefte Prüfung der geplanten 775 Mio.-$-schweren Übernahme des US-Labels Downtown durch die Universal Music Group eingeleitet und dabei Wettbewerbsbedenken geltend gemacht. Die EU-Kartellwächter hegen die Befürchtung, dass die Übernahme den Markt für den Großhandel mit Tonträgern verzerren könnte, da Universal durch den Deal Zugang zu wirtschaftlich sensiblen Daten konkurrierender Plattenfirmen erhalten würde.
Nach starken Ergebnissen wurde die Aktie von Iberdrola zeitweise vom Handel ausgesetzt. Experten vermuten, dass eine Kapitalerhöhung der Grund sein könnte. Die Börse in Madrid gab indes keinen Grund an. Die Spanier erhöhen das Kapital um 5 Mrd. €.
Der Softwarrerise SAP hat nach einem soliden Q2 seine Jahresziele bestätigt. Als Grund nannte der Konzern die anhaltenden Unsicherheiten rund um die Zoll-Politik der US-Regierung. Obwohl der operative Gewinn des Konzerns besser ausfiel als von Analysten erwartet, gab die Aktie zeitweise einige Punkte ab. Experten hatten spekuliert, SAP könnte eventuell die Prognose für den operativen Gewinn mit den Halbjahresergebnissen anheben. Im 2. Quartal kletterte das um Sondereffekte bereinigte Ebit um 32 % auf 2,57 Mrd. €. Treiber bleibt das von Vorstandschef Christian Klein auf Wachstum gepolte Geschäft mit Abo-Software über die Cloud. Der Umsatz in diesem Bereich zog um 24 % an. Insgesamt erzielte der Konzern ein Umsatzplus von 9 % auf 9,03 Mrd. €. Unter dem Strich verdoppelte sich der Nettogewinn nahezu auf 1,75 Mrd. €.
Die italienische Großbank UniCredit hat die geplante Übernahme der Mailänder Bank Banco BPM vorerst abgeblasen. Der Einfluss der Regierung, die aufgrund ihrer besonderen Befugnisse die Bedingungen einer Übernahme von BPM diktieren oder diese unter Verweis auf die Interessen des Landes ganz verbieten kann, habe das Angebot kaputtgemacht, hieß es in der Mitteilung.
Milliardenschwere Investitionen trüben die Gewinnaussichten von Texas Instruments (TI). Der Spezialist für Analog-Chips blieb daher mit seinem Ausblick für das laufende Quartal hinter den Markterwartungen zurück. Für den Zeitraum von Juli bis September stellte der US-Konzern einen Umsatz zwischen 4,45 und 4,8 Mrd. $ und einen Gewinn von 1,36 bis 1,60 $ je Aktie in Aussicht.
Friedrich Vorwerk hat nach kräftigen Zuwächsen 1. Halbjahr die Ziele für das Gesamtjahr deutlich angehoben. Für 2025 werde nun ein Umsatz von 610 bis 650 Mio. € angepeilt, teilte das SDAX-Unternehmen mit. Zuletzt hatte Friedrich Vorwerk Erlöse das obere Ende von 540 bis 570 Mio. € in Aussicht gestellt. In den ersten 6 Monaten kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um mehr als die Hälfte auf 303 Mio. €. Das Ebitda hat sich mit knapp 54,5 Mio. € ebenfalls mehr als verdoppelt. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen nun eine Ebitda-Marge von 17,5 bis 18,5 % an – zuvor wurden bis zu 17 % erwartet.