Auch wenn die KI-Rally in Asien ungebremst weitergeht, sorgten eine neue Eskalation im Nahen Osten für gedämpfte Stimmung an den Börsen hierzulande. Nachdem in den vergangenen Tagen der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ein wenig in den Hintergrund gerückt war und die KI-Euphorie das Marktgeschehen beherrschte, sorgten erneute gegenseitige Angriffe für Dämpfer. In der Nacht zum Mittwoch lieferten sich die USA und der Iran erneut Feuergefechte. In Reaktion darauf zogen die Ölpreise erneut an und sorgten für Zurückhaltung an den Aktienmärkten. Damit entfernte sich der DAX wieder etwas von seinem im Januar erreichten Rekordhoch bei 25.507 Punkten. Hinzu kamen erneute Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump. Er droht 60 Volkswirtschaften mit neuen Zöllen, weil sie Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Demnach müssen unter anderen die Europäische Union (EU), Großbritannien, Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 % rechnen. Auch an der Wall Street bremste die Rekordrally ab. Der Dow Jones schloss 0,5 % fester, wohingegen die Technologiebörse Nasdaq auf der Stele trat.
Für heute steht die vierteljährliche Überprüfung der DAX-Familie an. Als DAX-Kandidaten gelten die Lufthansa und Hochtief. Abstiegskandidaten gelten der Online-Modehändler Zalando und die Automobilholding Porsche.
Die Aktien von Ströer gerieten nach einer Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs unter Druck. Goldman-Analyst James Tate setzte ein Kursziel von 37 € an. Das Verbraucherumfeld in Deutschland trübe sich ein, was das Geschäft mit Außenwerbung bremsen dürfte, schrieb er.
Die EU-Kommission hat BASF den Verkauf des Lacke-Geschäfts an den US-Finanzinvestor Carlyle unter Auflagen genehmigt. BASF rechnet mit einem Abschluss der Transaktion im Volumen von 7,7 Mrd. € zum 30. Juni.