Trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat das US-Militär zuletzt erneut Ziele im Iran angegriffen. Damit wurden die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen gedämpft und die Ölpreise stiegen wieder. Laut USA wurden Raketenstellungen sowie Boote attackiert, die Minen verlegen sollten. Dabei hatte es noch am Wochenende nach einer Entspannung ausgesehen: US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag erklärt, Washington und Teheran hätten eine Absichtserklärung zur Wiedereröffnung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus "weitgehend ausgehandelt". Positive Signale kamen auch aus Teheran: Bei Gesprächen über eine mögliche Absichtserklärung erzielt der Iran nach eigenen Angaben in vielen Punkten Einvernehmen mit den USA. Dies bedeute jedoch nicht, dass Teheran kurz vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung stehe, sagte Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei. In Folge der neuen Angriffe sind die Ölpreise wieder gestiegen, da Anleger eine Verknappung des Angebots befürchteten. Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich zwischenzeitig um 1,9 % auf 98,00 $ je Barrel. Das US-Öl WTI notierte dagegen 5,1 % schwächer bei 91,70 $. Der DAX erklomm zum Wochenstart, am Pfingstmontag, die runde Marke bei 25.000 Punkten. In den USA war die Wall Street zum Wochenstart angesichts des Memorial Day geschlossen.
Der Windturbinen-Hersteller Nordex hat einen weiteren Auftrag aus der Türkei an Land gezogen. Die Hanseaten sollen 16 ihrer Windenergieanlagen des Typs N175/6.X mit einer Gesamtleistung von 110 Megawatt liefern und in einem Windpark in der türkischen Provinz Balkesir errichten. Auftraggeber sei der langjährige Kunde Eksim Enerji, teilte Nordex mit. Über die Lieferung und Errichtung der Turbinen hinaus haben beide Partner einen zehnjährigen Service-Vertrag abgeschlossen, womit Nordex unter anderem die Überwachung, Wartung und etwaige Reparatur der Anlagen übernimmt.
Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus hadert weiter mit Lieferschwierigkeiten. Die australische Fluggesellschaft Qantas wird nun die ersten Maschinen der bestellten 12 angepassten Langstreckenflieger vom Typ A350 erst ab April 2027 erhalten. Qantas hatte mit einer Lieferung Ende 2026 gerechnet. Airbus sprach von Problemen in der Lieferkette, ohne konkreter zu werden. Qantas will mit den Fliegern der Europäer vor allem Non-Stop-Flüge auf der Ultra-Langstrecke zwischen Sydney und New York sowie London anbieten. Der zuletzt für Mitte 2027 geplante Start der Verbindungen könnte sich nun weiter verzögern. Vorher sind monatelange Testflüge üblich.