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Börsenbericht – Optimismus gedämpft

Trotz laufender Verhandlungen über ein Kriegsende und Waffenruhe haben sich die USA und der Iran erneut gegenseitige Angriffe geliefert. Damit sinkt die Hoffnung auf ein Friedensabkommen im Nahen Osten und die Ölpreise zogen bereits wieder an. Am Rohstoffmarkt näherte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee wieder der 100 $-Marke. Nach dem zuletzt guten Lauf an den Börsen ging den Leitindizes größtenteils die Puste aus. Der DAX trat zur Wochenmitte auf der Stelle, rutschte aber wieder an die 25.000 Punkte-Marke heran. Zwischenzeitig war das Rekordhoch bei 25.507 Zählern wieder in Sichtweite gerückt. An der Wall Street profitierte der Dow Jones noch von Hoffnung auf eine vollständige Einigung zwischen dem Iran und den USA und auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Der Leitindex verbuchte letztlich ein Plus von 0,4 %. Der S&P 500 erreichte 7.520 Punkte und die Technologiebörse Nasdaq erreichte im Handelsverlauf eine neue Bestmarke bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Letztlich musste der Tech-Index ein leichtes Minus von 0,09 % hinnehmen. 

Die Beteiligungsholding Mutares bereitet sich auf den Ausstieg beim Feuerwehr-Spezialisten Magirus vor. Geprüft werden derzeit strategische Optionen, darunter ein Verkauf und eine Transaktion über die Kapitalmärkte einschließlich eines Börsengangs. Eine konkrete Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Mutares hatte das Unternehmen Anfang 2025 von der Iveco Group übernommen und umstrukturiert. 

Der US-Softwareanbieter Salesforce hat mit seinem Ausblick auf den Umsatz im laufenden Quartal enttäuscht. Konzernchef Marc Benioff rechnet im 2. Quartal (per Ende Juli) mit Erlösen in Höhe von 11,27 bis 11,35 Mrd. $ und enttäuschte damit die Anleger. Dass beim bereinigten Gewinn je Aktie mit 14,06 bis 14,12 $ mehr erwartet wird, honorierten die Anleger kaum. Bisher standen 13,19 $ auf der Agenda. 

Die Aktien von Siltronic erholten sich zwischenzeitig kräftig, nachdem sie zur Wochenmitte unter Druck gerieten. Hauptaktionär Wacker hatte seine Beteiligung um 2,1 Mio. Aktien bei Institutionellen Investoren platziert. Allerdings war die Nachfrage so hoch, dass Wacker sogar mehr Aktien als geplant abgab. Dazu wurde der Zeitpunkt angesichts der Attraktivität des Sektors wegen explodierender RAM-Preise und der laufenden KI-Rally als ideal bezeichnet.