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Börsenbericht – Skepsis überwiegt

Die zurückgenommenen Zollankündigungen sorgten an den Börsen nur kurzzeitig für Erleichterung. Anleger bleiben weiterhin skeptisch und hielten sich zu Wochenbeginn zurück. Das zu Jahresbeginn erreichte Rekordhoch bei 25.507 Punkten rückte damit zunächst in die Ferne. Zunächst scheinen die Zolldrohungen vom Tisch zu sein, der Streit rund um Grönland ist allerdings noch nicht beendet. Hier bleiben viele Unsicherheiten, wie es weitergeht. Der "sichere Hafen" Gold hingegen konnte weiter zulegen und erstmals die Marke von 5.000 $ überspringen. Für weitere Impulse dürfte die laufende Berichtssaison sorgen. Während in den USA immer mehr Unternehmen ihre Bücher öffnen, stehen hierzulande Donnerstag die Geschäftsberichte 2025 von SAP und der Dt. Bank an. In den USA werden Anleger besonders auf die Ergebnisse von Apple, Microsoft, Tesla und Meta achten. Hier werden Marktteilnehmer, angesichts der KI-Euphorie, besonders auf die Zahlen achten. Zusätzlich steht in der kommenden Woche die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed an. Zuletzt flammte die Sorge um die politische Unabhängigkeit der Fed auf. US-Präsident Donald Trump fordert weitere Zinssenkungen, um die US-Wirtschaft anzukurbeln und kritisiert offen Fed-Chef Jerome Powell. 

Das Beteiligungsunternehmen MBB hat 2025 ersten Berechnungen zufolge mit einem Umsatz von 1,17 (1,07) Mrd. € abgeschlossen. Damit wurde die Prognosespanne von 1,1 bis 1,2 Mrd. € übertroffen. Die bereinigte Ebitda-Marge landete demnach bei 18 (14) %. Vor allem die Beteiligungen an Friedrich Vorwerk, Aumann und Delignit hätten sich positiv entwickelt. Der vollständige Bericht ist für den 31. März angekündigt. 

Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen Friedrich Vorwerk hat nach einem kräftigen Schlussspurt seine eigenen Ziele für das vergangene Jahr übertroffen. Der Umsatz legte 2025 auf Basis vorläufiger Zahlen um gut 41 % auf 704,3 Mio. € zu. Zuletzt hatte das Unternehmen Erlöse von 650 bis 680 Mio. € im Visier. Das Ebitda hat sich mit 163,3 Mio. € mehr als verdoppelt. Ende 2025 belief sich der Auftragsbestand auf gut 1 Mrd. €. Den Geschäftsbericht für 2025 will das Unternehmen am 31. März veröffentlichen.

Der US-Pharmakonzern Merck & Co. hat Gespräche zur Übernahme des Biotech-Unternehmens Revolution Medicines einem Pressebericht zufolge beendet. Die beiden Unternehmen hätten sich nicht auf einen Kaufpreis einigen können, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein möglicher Deal hätte einen Wert von rund 30 Mrd. $ gehabt. Die Gespräche zwischen beiden Unternehmen könnten jedoch wieder aufgenommen werden, hieß es in dem Artikel weiter. Zudem gebe es für Revolution Medicines auch noch andere Kaufinteressenten.