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Börsenbericht – Sorgen zurück

Die erneute Eskalation im Nahen Osten hält die Anleger einmal mehr in Atem – vor allem die Sorgen vor steigenden Rohstoffpreisen sind zurück. Die Börsen weltweit gaben angesichts der Zuspitzung des Konflikts nach und auch der DAX rutschte wieder näher an die 24.000 Punkte-Marke. Nach neuen US-Angriffen auf iranische Ziele wurde die Straße nach Hormus durch die iranische Regierung erneut geschlossen. Sie ist eine der wichtigsten Transportrouten für den globalen Ölhandel. Nach der vollständigen Schließung durch das iranische Militär hieß es in einer Erklärung über den staatlichen Rundfunk, dass jedes Schiff, welches die Passage nutzen will, angegriffen werde. Das US-Militär flog indes neue Angriffe auf Ziele im Iran, nachdem US-Präsident Donald Trump mit weiteren Schlägen gedroht hat, sollte keine Einigung erzielt werden. "Wir werden sie angreifen - und zwar sehr hart", sagte er im Weißen Haus. "Wir standen kurz vor einem Abkommen, aber sie halten uns hin, sie halten uns weiterhin zum Narren."  Angesichts der Angriffe zogen die Ölpreise sprunghaft an. Neben dem erneuten Preisanstieg rückt die Furcht vor Lieferengpässen wieder in den Fokus. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs dürften auch die Europäische Zentralbank veranlassen, den Leitzins anzuheben. Experten erwarten eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte, womit der Einlagensatz auf 2,25 % steigen würde. Im gesamten Währungsraum war die Inflationsrate im Mai auf 3,2 % gestiegen. Im Februar hatte sie noch bei 1,9 % gelegen. Die EZB strebt eine Zielmarke von 2 % an. 

Die Helikoptersparten von Airbus und Quantum Systems haben auf der ILA Berlin 2026 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Integration der modernen C-UAS-Abfangsysteme von Quantum Systems in die Militärhubschrauber von Airbus zu prüfen. Sie werden mit dem Mehrzweckhubschrauber H145M beginnen, wie Airbus mitteilte. Zudem hat die Rüstungssparte von Airbus eine Kooperation mit Rohde & Schwarz, Constellr, Orbit und High Performance Space Structure Systems (HPS) angekündigt. Die beiden Unternehmen wollen eine Infrastruktur für Weltraumaufklärung entwickeln. 

Der kriselnde Konzern Thyssenkrupp hat seine verbliebene Minderheitsbeteiligung am Edelstahlwerk Acciai Spezial Terni (AST) veräußert. Die verbliebenen 15 % gehen an das italienische Unternehmen Arvedi, die damit alleiniger Eigentümer werden. Der Mittelzufluss beläuft sich auf einen hohen zweistelligen Mio.-€-Betrag. 

Hugo Boss Großaktionär die Frasers Group will den Modekonzern übernehmen. Hierfür wurde ein Angebot in Höhe von 38,00 € vorgelegt, welches keiner Mindesannahmeschwelle unterliegt. Im Juni 2025 hatte der Großaktionär eine Beteiligung von 25 % an Hugo Boss offengelegt und eine weitere Aufstockung nicht ausgeschlossen.