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Börsenbericht – Spannung bleibt

Auch wenn die USA und der Iran vor dem morgigen Treffen eine Vereinbarung unterzeichnet haben, bleiben viele Fragen offen und damit die Spannung an den Börsen hoch. Zusätzlich flammten in den USA die Sorgen vor einer Zinserhöhung wieder auf – auch wenn US-Präsident Donald Trump gerne eine andere Entscheidung präferiert hätte. Am Markt wurde die erste Zinssitzung der US-Notenbank Fed unter dem neuen Chef Kevin Warsh mit Spannung erwartet. Zwar wurde bereits damit gerechnet, dass die Notenbanker den Leitzins in dieser Sitzung nicht ändern, doch dass sich danach einige Mitglieder für eine Zinserhöhung in Zukunft aussprachen überraschte doch. Die US-Währungshüter unterstrichen in ihrem Zinsausblick, dass sie dieses Jahr die geldpolitischen Zügel anziehen könnten. Zwar versuchte sich Präsident Donald Trump, mit Blick auf den stabilen Zins nichts anmerken zu lassen. Darauf angesprochen, dass die Geldpolitik womöglich im weiteren Jahresverlauf eher gestrafft statt wie von ihm erhofft gelockert werden dürfte, antwortete er dann doch: "Es ist kaum zu glauben. Das zieht das Land einfach nur runter, und es ist so, es ist so ungewöhnlich". Neun der 18 Fed-Mitglieder stellten in einer Befragung mindestens eine Zinserhöhung in 2026 in Aussicht. Acht rechnen mit einer Zinspause und nur ein Fed-Mitglied rechnet mit einer Zinssenkung. Warsh selbst machte keine Angaben – er gab keine Prognose aus, erwägt jedoch “neue Datenquellen” aus dem Privatsektor zu berücksichtigen. An der Wall Street traten die Leitindizes angesichts einer möglichen Zinserhöhung auf die Bremse. Der Dow Jones schloss 1,0 % leichter und der S&P 500 1,2 %. Die Technologiebörse Nasdaq g um 1,3 % nach. Lee Indizes waren mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Angesichts der schwachen Vorgaben von der Wall Street muss sich der DAX heute behaupten. Zuletzt zeigte er sich relativ stabil und pendelte weiter um die 25.000 Punkte-Marke. 

Der milliardenschwere US-Vergleich des Agrarchemiekonzerns Bayer um den Unkrautvernichter Glyphosat ist von einem Richter zurück an das Gericht in Missouri verwiesen worden. Einige Kläger hatten ein US-Bundesgericht angerufen, um die Rechtmäßigkeit der Einigung zu prüfen. An dem Gericht in St. Louis (Missouri) sind laut Bayer die meisten Klagen zum glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup anhängig. "Die Entscheidung schafft die dringend benötigte Klarheit für alle Parteien und ermöglicht, dass das Genehmigungsverfahren dort fortgesetzt werden kann", hieß es in einer Stellungnahme des Konzerns.

Der Spielwarenhersteller Tonies zeigt sich nach der erfolgreichen Einführung der "Toniebox 2" zuversichtlich. So soll sich der Umsatz bis 2030 auf mehr als 1,4 Mrd. € verdoppeln. Der Konzern will dabei vor allem in den bestehenden Märkten weiter wachsen. Beiträge sollen zudem vom globalen Ausbau des Geschäfts und neue Gerätegenerationen kommen. Die bereinigte Ebitda-Marge soll mittelfristig auf 16 bis 18 % steigen.