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Boston Scientific senkt erneut Jahresziele

New York – Der Cyberangriff im vergangenen Monat hat für den Medizintechnikhersteller weitreichendere Auswirkungen. Aufgrund der Attacke konnte der Konzern u.a. in den letzten Wochen keine Bestellungen ausführen. Entsprechend geht CEO Mike Mahoney davon aus, auch die reduzierten Ziele in diesem Jahr nicht mehr zu erreichen. Der Manager nannte darüber hinaus Schwierigkeiten in zwei zentralen Geschäftsbereichen: der Elektrophysiologie und dem Herzohr-Verschlusssystem Watchman. 

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen bei Watchman nur noch mit einem Wachstum von flach bis im niedrigen einstelligen Bereich, wobei im 2. Halbjahr sogar ein Rückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet wird. Das Unternehmen reduzierte erst im Juli seinen Umsatzausblick von einem Wachstum von 7,0 bis 8,5 % auf nur noch 5,5 bis 6,5 %. Zu Beginn des Jahres hatte Boston Scientific ursprünglich noch ein Plus von 10,5–11,5 % im Visier. Auch die Gewinnerwartung wurde gesenkt: Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll nun zwischen 3,28 und 3,32 $ liegen, statt zuvor 3,34 bis 3,41 $.

Anleger von Boston Scientific mussten in diesem Jahr vor allem eines beweisen: Starke Nerven! Die Aktie wurde in den vergangenen Monaten massiv abgestraft. Hier heißt es nun auf den Turnaround hoffen und bei Erreichen der Gewinnschwelle aussteigen; (B).